Luxemburger Industrie – Fedil will Indexanpassung abschaffen
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Luxemburger IndustrieFedil will Indexanpassung abschaffen

LUXEMBURG - Der Luxemburger Industrieverband Fedil sorgt sich um negative Entwicklungen in der Industriebranche. Er fordert, auf eine Indexanpassung ganz zu verzichten.

Der Luxemburger Industrieverband Fedil will keine Indexanpassung mehr.

Der Luxemburger Industrieverband Fedil will keine Indexanpassung mehr.

Editpress

Der Luxemburger Industrie geht es nicht gut. Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Industrieverband Fedil. Am Dienstag hat die Föderation ihre Vorschläge zur Vebesserung der Lage in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Als Gründe für die schlechte Industrientwicklung in Luxemburg nennt Fedil unter anderem die Lohnkosten, die sich schneller entwickeln als in den Konkurrenzländern und administrative Hürden. So dauere es in Luxemburg in der Regel zweieinhalb Jahre, um eine Genehmigung zur Nutzung eines Gewerbegeländes zu bekommen, hieß es am Dienstag. In Frankreich seien dafür hingegen knapp sechs Monate nötig.

Nationales Komitee für die Entwicklung der Industrie

Um die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu erhöhen, will Fedil, dass in Luxemburg keine Indexanpassung mehr durchgeführt wird. Nicht nur Löhne und Renten sondern auch Zulagen und andere, bisher indexgebundene Bereiche dürften nicht mehr an die Preise angeglichen werden. Den radikalen Vorschlag erklärte Fedil-Präsident Robert Dennewald damit, dass man die Vorschläge zur Veränderung des Index-Systems nicht zurückbehalten habe.

Um die industrielle Entwicklung des Landes zu fördern, schlägt die Fedil die Gründdung eines Nationalen Komitees für die Entwicklung der Industrie in Luxemburg vor. Diesem privat-staatlichen Gremium sollen alle interessierten Seiten angehören, neben den Unternehmen wären das auch Vertreter unterschiedlicher Ministerien - Wirtschaft, Inneres , Forschung und Bildung. Konkrete Kontakte dazu habe es noch nicht gegeben, betonte Dennewald.

L'essentiel Online/tageblatt.lu

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