Schuljahr 2020/21 – Ferien im Risikogebiet heißt: Quarantäne

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Schuljahr 2020/21Ferien im Risikogebiet heißt: Quarantäne

Sorgen und Fragezeichen dominieren bei den Planungen für das neue Schuljahr. Dabei werden - abhängig vom Infektionsgeschehen - mehrere Szenarien durchgegangen.

Falls Familien in den letzten beiden Ferienwochen Urlaub in einem Risikogebiet machen sollten, würde direkt zu Beginn des neuen Schuljahres eine zweiwöchige Quarantäne erforderlich.

Falls Familien in den letzten beiden Ferienwochen Urlaub in einem Risikogebiet machen sollten, würde direkt zu Beginn des neuen Schuljahres eine zweiwöchige Quarantäne erforderlich.

DPA/Arne Dedert

Selten war die Freude auf die Sommerferien so groß. «Dieses Jahr ist gar nichts wie gewohnt», sagt Eric Grabowski vom Vorstand der Landesvertretung der Schülerinnen und Schüler. «In den Sommerferien fällt zumindest ein Stressfaktor weg, nämlich Lernen unter besonderen Bedingungen.» Eltern, Lehrkräfte und Schüler hätten sich «die Sommerferien mehr als nur verdient für einen hoffentlich guten Start in ein wieder ‹normales› Schuljahr 20/21».

Diese Jahr liege ein Schatten auf den Sommerferien, sagt die Landesvorsitzende des Philologenverbands, also der Vertretung der Lehrkräfte an Gymnasien, Cornelia Schwartz. Das liege daran, dass diesmal die Freude an der Planung für das neue Schuljahr fehle. Zu groß seien die Sorgen, wie der dann geplante Regelbetrieb an den Schulen anlaufen werde.

Die Einzelheiten dafür wurden am Mittwoch vorgestellt, mit einem neuen Hygieneplan, der für den Unterricht in den Klassenräumen keine Abstandsregel mehr vorsieht. Die Schulen sollen nun einen Hygiene-Beauftragten oder ein Hygiene-Team benennen, damit die Einhaltung der Hygieneregeln sichergestellt ist.

Zwei Szenarien bei erhöhtem Infektionsgeschehen

Während der Sommerferien will das Bildungsministerium genau beobachten, ob das Infektionsgeschehen weiterhin überschaubar bleibt und die Rückkehr zum Regelbetrieb auch zulässt. Andernfalls sind Reaktionen auf zwei Szenarien im Blick – mit dem bisherigen Nebeneinander von Präsenz- und Fernunterricht sowie mit temporären Schulschließungen bei einem größeren Ausbruch. Die nötige Datengrundlage zur Einschätzung der Entwicklung sollen auch die Ergebnisse einer «Querschnitt-Testung» an 30 bis 35 Schulen und Kitas liefern. Diese erste Untersuchung wurde am Dienstag an den Schulen abgeschlossen und soll direkt nach den Ferien wiederholt werden.

Falls Familien in den letzten beiden Ferienwochen Urlaub in einem Risikogebiet machen sollten, würde direkt zu Beginn des neuen Schuljahres eine zweiwöchige Quarantäne erforderlich. Dies soll nach einem Beschluss des Bildungsministeriums nicht als unentschuldigte Fehlzeit gewertet werden.

(L'essentiel/dpa)

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