Partei spaltet sich – Fernand Kartheiser tritt zurück

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Partei spaltet sichFernand Kartheiser tritt zurück

LUXEMBURG – Der Vorsitzende der ADR, Fernand Kartheiser hat seinen Rücktritt erklärt. Er reagiert damit auf den offenen Streit an der Parteispitze.

Fernand Kartheiser hatte erst seit dem 25. März den Parteivorsitz übernommen.

Fernand Kartheiser hatte erst seit dem 25. März den Parteivorsitz übernommen.

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ADR-Präsident Fernand Kartheiser tritt zurück, wie er am Mittwochmorgen auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen des Nationalkomitees der Partei am Dienstag bekanntgab. Er reagiert damit auf den parteiinternen Streit, den seine extrem konservative Linie in der Parteispitze hervorgerufen und zum Parteiaustritt von Jacques-Yves Henckes und Marc Gatti geführt hatte.

Jean Colombera, der sich auf der Pressekonferenz als «Mitglied des linken Flügels der ADR» bezeichnete, will spätestens zum 1. Januar 2014 sein Abgeordnetenmandat abgeben und die Partei verlassen. Das Mandat soll die nächstgewählte Kandidatin der ADR im Norden, Jéiss Angel-Sontag, übernehmen. Colombera gab an, dass er sich eine politische Karriere bei «Déi Lénk» vorstellen könne.

Kartheiser, der erst seit dem 25. März den Parteivorsitz hatte, sagte, er sei überzeugt, dass die ADR eine wichtige politische Rolle in den kommenden Jahren spielen werde. Er habe sich aus Rücksicht vor der Arbeit der Partei und ihren Mitgliedern zum Rücktritt entschieden. Der Ehrenvorsitzende der ADR, Robert Mehlen, soll bis zum Nationalkongress am 17. März den Vorsitz übernehmen.

(L'essentiel Online/mth)

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