In Luxemburg – Ferrero schickt Risiko-Mitarbeiter ins Homeoffice

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In LuxemburgFerrero schickt Risiko-Mitarbeiter ins Homeoffice

LUXEMBURG - Die Luxemburger Niederlassung von Ferrero hat eine Art Quarantäne für Mitarbeiter eingerichtet, die sich in den vom Coronavirus betroffenen Gebieten aufgehalten haben.

In der Zentrale von Ferreo Luxemburg arbeiten 1300 Menschen.

In der Zentrale von Ferreo Luxemburg arbeiten 1300 Menschen.

Die Coronavirus-Epidemie wirft ihre Schatten auch auf Luxemburg. Das italienische Unternehmen Ferrero beschäftigt 1300 Mitarbeiter in seiner Zentrale im Großherzogtum. Viele davon hatten offenbar in letzter Zeit Kontakt mit der italienischen Heimat. Deswegen beschloss das Unternehmen jetzt besondere Maßnahmen für seine Mitarbeiter in Luxemburg, wie ein Sprecher gegenüber L'essentiel bestätigte.

So verpflichte man Mitarbeiter, die sich kürzlich in den vom Coronavirus betroffenen Gebieten aufgehalten haben, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Homeoffice-Phase sei auf 14 Tage begrenzt. Betroffen sind nicht nur Mitarbeiter die von Reisen in die italienischen Krisenprovinzen zurückgekehrt sind. Auch Angestellte die China, Hongkong, Singapur oder Südkorea bereist hätten, dürften nicht aus der Zentrale in der Nähe des Flughafen Findel arbeiten. Das gleiche gelte für Mitarbeiter, deren Familienangehörige eine solche Reise unternommen haben.

Ferrero Luxemburg reduziert außerdem seine Reisen von und nach Luxemburg. So seien bis auf weiteres alle Termine mit externen Beratern aus den Corona-Regionen gestrichen worden. Auch Dienstreisen der eigenen Mitarbeiter seien auf das Nötigste reduziert worden. Für eine Ausnahme benötigten die Mitarbeiter eine ausdrückliche Genehmigung des Vorgesetzten. Ferrero beobachte «die Situation genau». Man habe ein «Coronavirus-Überwachungsteam» eingerichtet, außerdem bringe man die Mitarbeiter immer wieder durch Flugblätter und interne Mitteilungen auf den neusten Stand.

(jg/L'essentiel)

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