Rock-A-Field – Festival-Fans geben am letzten Tag wieder alles

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Rock-A-FieldFestival-Fans geben am letzten Tag wieder alles

ROESER – Sommerstimmung auf dem Rock-A-Field: Nach dem mega-intensiven Auftritt der Pixies schloss Altmeister Steve Aoki das Festival mit einem klassischen Techno-Set.

Editpress/Upload

Einige Songs passen eher zum Sommerwetter als andere. Und gegen die Hitze, die am Sonntag über Roeser lag, hatten die Gruppen und DJs auf dem Rock-A-Field die richtige Medizin. Mit ihrem luftig-leichten Elektro-Pop wehten When Airy Met Fairy über das Festivalgelände am frühen Nachmittag.

Auf der Main Stage schnappte sich derweil der Franzose Broken Back die Gitarre und verführte die Festival-Gänger mit seiner Raspelstimme. Erstes Highlight des Nachmittags: Bilderbuch. Die Österreicher brachten ihren Indie-Pop energetisch und mit viel Groove rüber. Danach versetzten die Gypsy-Punk-Rocker von Gogol Bordello das Publikum in einen Glückszustand. Die Gruppe um Frontmann Eugene Hütz feierte eine wahre Zirkusshow ab, ein buntes Festival mit gigantischen Ausmaßen.

The 1975 riskierten, in einer Zeitschleife festzusitzen – aber die Briten bekamen mit groovigen Riffs und funkigen Beats die Kurve lieferten Tanzmusik vom Besten – leider nicht lange genug. Auf der zweiten Bühne spielte das Brüsseler Trio Puggy derweil verspielte und melancholische Popmusik.

Legende des Indie-Rocks

Dann betraten die Headliner die Bühne – die Pixies, eine Legende des Indie-Rocks. In seinem schwarzen Anzug bretterte Frank Black die neuen Titel ohne Ansage hinunter – aber mit jede Menge Kraft und Energie. Ohne ihre Klassiker zu vergessen (wie «Here Comes Your Man», «Where Is My Mind» oder «Debaser»), lieferten die Amerikaner ein intensives, kompromissloses Set.

Nach Einbruch der Dunkelheit gab es für die Festivalgänger gleich mehrere Optionen. Ein Teil entschied sich für die Übertragung des EM-Finales auf einem großen Bildschirm, ein anderer pilgerte zum Austinn-Konzert. Dann betrat der Altmeister die Bühne, Steve Aoki haute alle alten und neuen Tricks der elektronischen Tanzmusik aufs Parket – und alle funktionierten. Licht, Konfetti, Rauchwände, heftige Bässe: Die Menge ließ endgültig los und sich in die Hände des amerikanischen House-DJs fallen.

Steve Aoki bei seiner berüchtigten Torten-Aktion

Steve Aoki

The 1975

(Cédric Botzung/L'essentiel)

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