Gerüchte über seinen Tod – Fidel lacht sich halb tot

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Gerüchte über seinen TodFidel lacht sich halb tot

Mit einer Geschwindigkeit von 250 Tweets pro Minute hat sich gestern auf Twitter das Gerücht verbreitet, der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro lebe nicht mehr.

Fidel Castro lacht herzhaft über das Twitter-Gerücht. (Archivbild vom August 2003) (Bild: Keystone)

Fidel Castro lacht herzhaft über das Twitter-Gerücht. (Archivbild vom August 2003) (Bild: Keystone)

Wieder einmal eine Falschmeldung: Im Laufe des Dienstags verbreitete sich auf Twitter eine Mitteilung wie ein Lauffeuer: Fidel Castro sei tot. Wie WikiLeaks zählte, soll sich die Nachricht des vermeintlichen Ablebens Castros pro Minute 250 Mal vervielfältigt und entsprechend hartnäckig festgesetzt haben.

Dem «Máximo Líder» geht es jedoch prächtig - behauptet er offenbar selber. So soll sich Fidel über die Gerüchte köstlich amüsiert haben, wie ein regierungsnaher Blogger berichtet. «Fidel Castro untersucht und analysiert die Gerüchte bei Twitter und lacht über sie», schrieb der Blogger Yohandry Fontana in seinem Blogeintrag. Die CIA habe über 700 Mal versucht, den «Comandante en Jefe» zu ermorden, und jetzt «geht Twitter den gleichen Weg», so der Blogger weiter.

Und jährlich grüßt das Todes-Gerücht

Gerüchte über den Tod des mittlerweile 85-Jährigen gibt es Jahr für Jahr. Auslöser für das Gerücht ist offenbar ein körniges Foto, welches Castro mit geschlossenen Augen zeigt. Dieses war allerdings schon im vergangenen August als Spam-Mail im Umlauf und sollte Unvorsichtige dazu verleiten, sich ein Schadprogramm auf den Rechner zu laden. Der «Miami Herald» hat den Ursprung des Bildes in Chile verortet. Andere Quellen behaupten gar, das ominöse Bild zirkuliere seit fünf Jahren im Netz.

Seit Castro im Juli 2006 wegen gesundheitlicher Probleme die Macht an seinen jüngeren Bruder Raúl abgeben musste, ist sein Gesundheitszustand immer wieder ein internationales Thema. Castro lebt zurückgezogen in seinem Haus westlich der Hauptstadt Havanna und zeigt sich nur noch sehr selten in der Öffentlichkeit. Auch Staatsgäste aus dem Ausland empfängt er kaum mehr. Würde also überhaupt jemand von einem allfälligen Ableben Castros erfahren? Twitter-User Carlos Langa nimmts mit Humor: «Nicht einmal, wenn er es selbst bestätigt, würde ich glauben, dass Fidel Castro tot ist.»

(L'essentiel online/jam )

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