Fußball – Fifa nimmt Videobeweis offiziell ins Regelwerk auf

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FußballFifa nimmt Videobeweis offiziell ins Regelwerk auf

Die Fifa hat sich dafür ausgesprochen, den Videobeweis als technisches Hilfsmittel zuzulassen. Der Weg für einen Einsatz bei der WM in Russland ist damit geebnet.

Der französische Schiedsrichter Amaury Delerue (vorne) an einer Präsentation von Video Assitant Referee (VAR) in Nizza. (9. Janaur 2018)

Der französische Schiedsrichter Amaury Delerue (vorne) an einer Präsentation von Video Assitant Referee (VAR) in Nizza. (9. Janaur 2018)

Der Videobeweis wird in das Regelwerk des Fußball-Weltverbandes aufgenommen. Das hat das zuständige International Football Association Board (Ifab) mit den Stimmen der Fifa in Zürich beschlossen.

Ein achtköpfiges Gremium aus Vertretern des Fußball-Weltverbandes Fifa und den Fußball-Regelhütern des International Football Association Board (Ifab) hat am Fifa-Hauptsitz entschieden, dass der Videobeweis im Fußball eine Zukunft hat.

Damit ist auch der Weg für den Videobeweis frei, bereits an den Weltmeisterschaften in Russland zum Einsatz zu kommen. Dazu fehlt einzig noch die Zustimmung des Fifa-Council.

Kritik nach Bundesliga-Test

In einem Communiqué bezeichneten die Regelhüter ihren Entscheid als «historischen Schritt für mehr Fairness im Fußball». Den nationalen Verbänden bleibt aber vorerst freigestellt, ob sie das technische Hilfsmittel einführen wollen. Denn die Einführung des Video Assitant Referee (VAR) ist ein technisch und finanziell aufwendiges Projekt.

Der Videobeweis stößt allerdings nicht überall auf Gegenliebe. Besonders in der Bundesliga, wo die Technik seit dieser Saison getestet wird, stieß das Projekt immer wieder auf Kritik. Der Sport verliere seine Emotionen durch die langen Wartezeiten, bis die Schiedsrichter ihre Entscheide miteinander abgestimmt und getroffen hätten. Zudem gäbe es auch weiterhin Fehlentscheide, monieren die Kritiker. Die Statistiken des Ifab geben jedoch den Befürwortern des Videobeweises recht. 98,8 Prozent aller Entscheide seien korrekt, hieß es von der Projektgruppe in einer Zwischenauswertung.

(L'essentiel/sep/sda)

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