Bulgarien – FIFA schaltet sich nach Rassismus-Skandal ein
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BulgarienFIFA schaltet sich nach Rassismus-Skandal ein

Nach den rassistischen Vorfällen beim EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England hat die UEFA ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Die FIFA hat sich nach dem Rassismus-Skandal von Bulgarien eingeschaltet. Der Welt-Verband gehe davon aus, so früh wie möglich über die relevanten Entscheidungen durch die Europäische Fußball-Union in diesem speziellen Fall informiert zu werden. «Das würde auch die Ausweitung von Sanktionen weltweit ermöglichen», hieß es in einer Stellungnahme am Dienstagabend.

Am Abend zuvor war es bei der 0:6-Niederlage der Bulgaren gegen England zu rassistischen Vorfällen gekommen. Unter anderem wurde der Hitler-Gruß von Anhängern der Gastgeber gezeigt. Die UEFA erhob auch deswegen am Dienstag Anklage gegen den bulgarischen Verband.

Kein Platz für Rassismus

«Wir sagen so oft, dass es im Fußball keinen Platz gibt für Rassismus, aber dennoch sehen wir uns diesem Problem noch immer ausgesetzt in unserem Sport so wie auch in der Gesellschaft», sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Er sprach von einer «abscheulichen Krankheit», die in manchen Teilen der Welt nur noch schlimmer würde.

Infantino rief die Fußballverbände auf, neue, stärkere und effektivere Wege zu finden, um den Rassismus im Fußball auszulöschen. Als erste Maßnahme schlug er vor, dass alle Wettkampforganisatoren Regeln in Kraft setzen sollten, um diejenigen lebenslang aus den Stadien zu verbannen, die wegen rassistischen Verhaltens bei einem Fußballspiel für schuldig befunden würden. «Die FIFA kann solche Verbannungen dann weltweit aussprechen», sagte Infantino.

(L'essentiel/dpa)

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