Filme in Luxemburg – Filmbranche kämpft mit hohen Corona-Mehrkosten
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Filme in LuxemburgFilmbranche kämpft mit hohen Corona-Mehrkosten

LUXEMBURG – Die Corona-Krise hat auch die Filmindustrie des Landes erfasst. Wie haben die Studios im Großherzogtum dieses ganz besondere Jahr überstanden?

Die Luxemburger Filmindustrie hätte die Corona-Pandemie ohne die Staatshilfen wahrscheinlich nicht überlebt.

Die Luxemburger Filmindustrie hätte die Corona-Pandemie ohne die Staatshilfen wahrscheinlich nicht überlebt.

«Jeden Moment kann das Kartenhaus, das wir versuchen, zusammenzuhalten, zusammenbrechen», sagt Donato Rotunno, Regisseur und Gründer der luxemburgischen Produktionsfirma Tarantula. «Wir konnten den Lockdown dank der Hilfe des Kulturministeriums und des Filmfonds überstehen und dann die Maschine so schnell wie möglich wieder zum Laufen bringen».

Während viele Produktionsarbeiten fortgesetzt werden konnten, waren die Dreharbeiten meist direkt betroffen, sowohl zeitlich als auch kostenmäßig. «Die Schauspieler werden alle zwei Tage getestet, die Techniker jede Woche. Wir mussten die Budgets für Transport, Unterkunft und Verpflegung erhöhen, größere Räumlichkeiten für das Social Distancing, mehr Visagisten und Friseure bereitstellen», erklärt Adolph El Assal. «Wir haben live experimentiert, mit bis zu 50 Prozent mehr Budget», erklärt der Luxemburger Produzent und Regisseur des Films «Sawah».

Was die Animationsstudios betrifft, «waren die Auswirkungen nicht sofort spürbar, weil wir uns schnell anpassen konnten», gibt Pierre Urbain, Mitbegründer von Doghouse Films, zu. «Die Dinge wurden komplizierter in Bezug auf internationale Koproduktionen, mit Projekten, die nicht synchronisiert waren», fährt er fort. «Wir müssen genau beobachten, wie sich der internationale Sektor weiterentwickelt und verändert», ergänzt Emmanuelle Vincent, Produzentin bei Zeilt Productions.

(nc/L'essentiel)

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