Reform – Flexiblere Polizisten mit mehr Bürgernähe

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ReformFlexiblere Polizisten mit mehr Bürgernähe

LUXEMBURG – Die Polizei soll wieder näher zu den Bürgern kommen und flexibler einsatzbar sein. Deshalb werden neue Beamte eingestellt und Strukturen neu organisiert.

Die Polizisten in der Hauptstadt und in Esch sollen sich künftig auf ein Wohnviertel spezialisieren.

Die Polizisten in der Hauptstadt und in Esch sollen sich künftig auf ein Wohnviertel spezialisieren.

L'essentiel/jmh

Flexibler soll die Polizei werden. Deshalb will Innenminister Jean-Marie Halsdorf die Wachen umorganisieren, wie er am Donnerstagabend erklärte. Konkret stehen zwei große Umänderungen ins Haus: Auf einigen Polizeiwachen sollen die Polizisten rund um die Uhr Ansprechpartner sein. Zudem sollen sie sich auf bestimmte Wohnviertel konzentrieren und diese kennen wie ihre eigene Hosentasche.

«Abgesehen von den Städten Luxemburg und Esch-sur-Alzette werden die Polizeiwachen mit den Einsatzzentren zusammengelegt, damit schnelle Einsätze Tag und Nacht reibungslos funktionieren. In den Städten sollen die Polizisten in Zukunft nur noch für ein bestimmtes Stadtviertel zuständig sein, in dem sie sich besonders gut auskennen.», erklärt Polizei-Sprecher Vic Reuter auf Anfrage von L’essentiel Online am Freitag. «Damit sollen die Polizei-Einsätze wieder näher an der Bevölkerung sein.»

Zudem sollen die Polizisten nach der Umorganisation flexibler übers Land verteilt werden: «Im Sommer brauchen wir mehr Einsatzkräfte am Stausee in Esch-Sauer, im Winter können diese Beamten aber anderswo sinnvollere Einsätze machen», so Vic Reuter.
Um die neuen Vorstellungen umzusetzen, soll die Zahl der Polizisten um etwa 200 steigen. Insgesamt wären dann rund 2000 Polizisten im Land unterwegs. Das entspricht den Planungen der Regierung für 2014. Die Reform soll 2012 in Kraft treten.

Jmh/L'essentiel Online

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