DFB-Elf – Flick holt einen Neuling und drei Rückkehrer
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DFB-ElfFlick holt einen Neuling und drei Rückkehrer

Im Kader für die kommenden Länderspiele stehen 27 Profis - darunter ein Neuling und zwei Spieler, auf die Vorgänger Joachim Löw länger nicht gesetzt hatte.

Bundestrainer Hansi Flick hat seinen Kader für die anstehenden Spiele bekanntgegeben.

Bundestrainer Hansi Flick hat seinen Kader für die anstehenden Spiele bekanntgegeben.

DPA/Marcus Brandt

Mit dem großen WM-Ziel im Hinterkopf treibt Hansi Flick sein Katar-Casting voran. Zum Jahresabschluss in der WM-Qualifikation dürfen sich Neuling Lukas Nmecha sowie die Rückkehrer Julian Brandt, Julian Draxler und Christian Günter im XXL-Kader des deutschen Fußball-Nationalteams beweisen. Mats Hummels fehlt hingegen wieder. «Wir erwarten, dass die Mannschaft genauso wie in den fünf Spielen zuvor diese Mentalität zeigt und die Gier, Tore zu erzielen», sagte Flick am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Der Bundestrainer berief für die sportlich weniger bedeutsamen Partien am 11. November in Wolfsburg gegen Liechtenstein und drei Tage später in Eriwan gegen Armenien insgesamt 27 Profis, darunter vier Torhüter um Kapitän Manuel Neuer. Das WM-Ticket hatte die DFB-Auswahl bereits Anfang Oktober gelöst - jetzt richtet sich der Blick auf die Endrunde in gut zwölf Monaten.

Brandt und Draxler kehren zurück

«Unsere Idee war, in diesem Jahr noch einmal den ein oder anderen dazuzunehmen, um ihn noch einmal zu sehen, wie er sich in der Mannschaft, in der Gruppe gibt. Aber natürlich auch auf dem Trainingsplatz», sagte Flick. «Wir haben für uns die Chance gesehen. Wir haben dann vier Monate kein Spiel.» Das Nationalteam wolle sich «mit zwei Siegen aus dem Jahr verabschieden».

Der Dortmunder Brandt (25) und Paris-Profi Draxler (28) gehören erstmals seit Herbst 2020 wieder zum DFB-Kader - in der jungen und hochkarätig besetzten DFB-Offensive müssen beide um ihre Plätze kämpfen. Viele Gelegenheiten kommen nicht mehr. «Julian Draxler genießt in Paris wirklich hohe Wertschätzung. Bei Julian Brandt ist es so, dass er in den letzten Spielen eine gute Entwicklung gemacht hat», sagte Flick, der mit den beiden Trainern Marco Rose (BVB) und Mauricio Pochettino (PSG) in engem Kontakt stehe.

«Letztendlich ist es stimmig»

Auch der Freiburger Günter war von Flick bislang nicht nominiert worden, der 28-Jährige gehörte unter Joachim Löw ohne Einsatz zum EM-Kader im Sommer. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich würde mich nicht freuen», hatte der Linksverteidiger kurz vor der Nominierung der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

BVB-Abwehrchef Hummels soll sich dagegen weiter gedulden. Der 32-Jährige sei schon «nahe an 100 Prozent» seines Leistungsvermögens, sagte Flick. Zunächst sei aber eine Pause noch besser. Wenn der Innenverteidiger wieder komplett fit sei, «wissen wir alle, dass er jeder Mannschaft weiterhilft», sagte Flick. «Letztendlich ist es stimmig - seine Einschätzung und unsere Einschätzung.» Sein Comeback nach Verletzungspause gibt Ilkay Gündogan (31/Manchester City).

«Ein anderer Spielertyp»

Der FC Bayern entsendet erwartungsgemäß mit acht Profis um Neuer (35) und Joshua Kimmich (26) den stärksten Block. Dass die Impfdebatte um den bislang nicht vor Corona geschützten Kimmich für dessen Einsätze im DFB-Team keine Rolle spielen soll, hatte DFB-Direktor Oliver Bierhoff unter der Woche angekündigt. Flick wird sich auch noch dazu äußern.

Nmecha (22) könnte bei einem Einsatz der vierte Debütant in der noch kurzen Amtszeit des Bundestrainers werden. Der Wolfsburger sei «technisch auf einem guten Niveau, er ist viel unterwegs und beweglich», sagte Flick. «Er versucht immer wieder, Räume zu schaffen. Er ist ein bisschen ein anderer Spielertyp als die, die wir derzeit haben.» Zuletzt saß Flick live im Stadion, als der Stürmer beim VfL ansprechende Leistungen zeigte.

Der Bundestrainer hatte bereits dem Salzburger Karim Adeyemi (19), Florian Wirtz (19/Bayer Leverkusen) und dem Hoffenheimer David Raum (23) zum ersten Einsatz verholfen. Das Trio ist ebenso wieder dabei wie Günters Teamkollege Nico Schlotterbeck, der noch auf sein erstes Spiel im DFB-Trikot wartet.

(L'essentiel/DPA)

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