China – Flieger zu spät - Bordgäste öffnen Notausgänge

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ChinaFlieger zu spät - Bordgäste öffnen Notausgänge

Ein Flieger der Fluggesellschaft China Eastern musste zum Gate zurückkehren. Grund: Zwei Passagiere protestierten gegen eine Verspätung.

Der Vorfall ereignete sich in einer China-Eastern-Maschine. (Archivbild) (Bild: Keystone/AP/Andy Wong)

Der Vorfall ereignete sich in einer China-Eastern-Maschine. (Archivbild) (Bild: Keystone/AP/Andy Wong)

Aus Wut über einen verspäteten Start haben mindestens zwei Chinesen mehrere Notausgangstüren eines rollenden Flugzeugs geöffnet und damit für eine weitere Verzögerung gesorgt. Die Passagiere wollten dagegen protestieren, dass die Maschine wegen eines Schneesturms deutlich später als geplant abheben sollte und es Mängel an der Belüftung gab, wie die Polizei der Stadt Kunming am Sonntag mitteilte. Durch die Aktion auf dem Flughafen Chengdu am Samstag musste der Flieger der China Eastern zum Gate zurückkehren.

Nach Polizeiangaben müssen zwei wütende Reisenden nun eine 15 Tage lange «Verwaltungshaft» absitzen. Das Öffnen der Türen sei extrem gefährlich gewesen, da die Passagiere so der Kraft der Motoren schutzlos ausgesetzt gewesen seien. Zudem hätten sie die anderen Passagiere mit falschen Informationen aufgehetzt. Das Belüftungssystem sei zwar für 30 Minuten ausgestellt worden. So sei aber verhindert worden, dass bei Enteisungsarbeiten entstandener Rauch in die Kabine gelangt sei.

25 Reisende mussten zurückbleiben

Insgesamt 25 Passagiere, die alle zu einer Reisegruppe gehörten, mussten für Befragungen zurückbleiben, während der Rest der Fluggäste mit einem anderen Flug Richtung Peking abheben konnte. Der Vorfall ist einer von mehreren in der jüngeren Vergangenheit, an denen Fluggäste aus China beteiligt waren.

Die schnell wachsende chinesische Flugbranche ist die zweitgrößte der Welt. Durch den starken Verkehr und militärische Kontrollen des Flugraums gelten Airlines aus dem Land jedoch auch als diejenigen mit den durchschnittlich größten Verspätungen. Dadurch war es zuletzt regelmäßig zu Zwischenfällen gekommen. Es kam so immer wieder zu Raufereien an Bord und Attacken auf Besatzungsmitglieder, von denen viele gefilmt wurden und im Internet zu sehen sind.

(L'essentiel/sda)

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