In der Schule – Flüchtlingskinder sind in Luxemburg gut integriert

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In der SchuleFlüchtlingskinder sind in Luxemburg gut integriert

Bildungsminister Claude Meisch hat eine erste Bilanz gezogen, wie die Integration von Flüchtlingskindern in den Schulalltag funktioniert. Eine Zahl überrascht besonders.

Die Integration der Flüchtilingskinder funktioniert an Luxemburgs Schulen sehr gut, findet Bildungsminister Claude Meisch (DP).

Die Integration der Flüchtilingskinder funktioniert an Luxemburgs Schulen sehr gut, findet Bildungsminister Claude Meisch (DP).

Editpress/Jean-Claude Ernst

Bildungsminister Claude Meisch wertet die Arbeit der «Task Force Flüchtlinge» im schulischen Bereich als Erfolg. «Sowohl in den Grund- als auch in den weiterführenden Schulen funktionieren die Aufnahmeklassen für Flüchtlinge sehr gut», erklärt der DP-Minister in seiner Antwort auf die Parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Georges Engel. Der LSAP-Politiker hatte sich danach erkundigt, wie die Flüchtlingskinder in den Schulalltag integriert werden.

Der Minister berichtet, dass die Kinder, egal ob sie in einem Containerdorf oder in einer anderen Notunterkunft leben, jeweils im nächstgelegenen Lyzeum zur Schule gehen. Landesweit gebe es seit September 2015 acht zusätzliche Klassen, in denen die Flüchtlingskinder unterrichtet würden. Jene, die gut genug sind, können auch in eine der englischsprachigen Klassen des Michel-Lucius-Lyzeums in der Hauptstadt oder in eine der französischen Klassen der anderen Schulen wechseln.

45 Prozent schaffen Sprung in reguläre Klasse

Um die Integration zu erleichtern, seien zudem 55 interkulturelle Mediatoren im Einsatz, die gemeinsam 27 verschiedene Sprachen beherrschen. Elf von ihnen sprechen auch Arabisch. Aufgabe der Mediatoren ist es, den Lehrern zur Seite zu stehen und auch mit den Eltern zu sprechen und ihnen zu helfen.

In dem Antwortschreiben enthüllt Meisch auch eine überraschende Zahl: Nahezu jedes zweite Flüchtlingskind (45 Prozent), das Anfang des Schuljahres noch eine der speziellen Auffangklasse besuchte, kann noch im Laufe dieses Schuljahres in eine reguläre Klasse wechseln. Von jenen Kindern, die zum zweiten Trimester nach Luxemburg kamen, schaffen den Sprung immerhin noch 16 Prozent.

(pp/pw/L'essentiel )

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