Frankreich: Flughafen in Montpellier bleibt nach Bruchlandung geschlossen

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FrankreichFlughafen in Montpellier bleibt nach Bruchlandung geschlossen

Ein Frachtflugzeug ist am Samstag bei der Landung im südfranzösischen Montpellier von der Piste abgekommen und mit der Nase in einen See gerutscht.

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Das Flugzeug war bei der Landung über das Ende der Landebahn hinausgeschossen und mit der Nase in einen angrenzenden See gerutscht.

Das Flugzeug war bei der Landung über das Ende der Landebahn hinausgeschossen und mit der Nase in einen angrenzenden See gerutscht.

AFP
Die drei Besatzungsmitglieder der Boeing 737 des Luftfrachtunternehmens West Atlantic blieben bei dem Unglück unverletzt.

Die drei Besatzungsmitglieder der Boeing 737 des Luftfrachtunternehmens West Atlantic blieben bei dem Unglück unverletzt.

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Die Behörden richteten einen Krisenstab ein.

Die Behörden richteten einen Krisenstab ein.

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Nach der spektakulären Bruchlandung eines Flugzeugs bleibt der Flughafen im südfranzösischen Montpellier auf unbestimmte Zeit geschlossen. Wie die Behörden des Départements Hérault am Samstagabend mitteilten, können Passagier- und Frachtflugzeuge aus Sicherheitsgründen vorerst nicht in Montpellier landen. Die rund 30 Jahre alte Frachtmaschine vom Typ Boeing 737 war am frühen Samstagmorgen in Montpellier vor Morgengrauen bei stürmischem Wetter über die Landebahn hinausgeschossen und in Schilf und Gras am Ufer eines an den Flughafen grenzenden Sees namens Etang d’or zum Stehen gekommen.

Die drei Besatzungsmitglieder der Boeing 737 des Luftfrachtunternehmens West Atlantic waren bei dem Unglück am frühen Samstagmorgen unverletzt geblieben. «Sie konnten dank des schnellen Eingreifens der Rettungsdienste befreit und in Sicherheit gebracht werden», erklärte die Präfektur. Nach dem Unglück waren 60 Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte auf dem Flughafen im Einsatz gewesen.

Spezialfirma soll Flugzeug bergen

Die Behörden richteten einen Krisenstab ein. Eine Spezialfirma soll das Flugzeug nun aus dem Mauguio-See heben, wie die Präfektur nach Beratungen mit West Atlantic, Boeing, der französischen Flugaufsichtsbehörde DGAC und anderen Experten entschied. Das «komplexe Manöver» sollte demnach am Sonntagnachmittag beginnen. Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten und einer gründlichen Überprüfung der Landebahn muss der Flughafen nach Angaben der Flughafenverwaltung geschlossen bleiben.

In Montpellier sollten am Samstag eigentlich 42 Flugzeuge starten und landen, darunter 21 Passagierflugzeuge. Der Flughafen an der französischen Mittelmeerküste, der in der Hochsaison monatlich bis zu 197.000 Passagiere befördert, gilt eigentlich als sicher. Ein mit Luftpost beladenes Flugzeug von West Atlantic landet jede Nacht um 2.45 Uhr in Montpellier.

(AFP/fur)

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