BGL Ligue: Fola Esch steckt in einer Albtraum-Saison fest

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BGL LigueFola Esch steckt in einer Albtraum-Saison fest

ESCH/ALZETTE – Vor zwei Jahren noch Meister, schwirrt Fola Esch zurzeit im Tabellenkeller rum und schafft es nicht aus der Negativspirale raus.

von
Nicolas Grellier

«Es ist dramatisch und tut weh.» Pascal Welter nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er über die Situation der Fola sprechen muss, die am Sonntag um 15 Uhr die Jeunesse im Derby empfängt. Er ist seit fast zwölf Jahren Sportdirektor des ältesten Vereins und erlebt gerade eine seiner schlimmsten Saisons. Meister im Jahr 2021, Dritter in der letzten Saison, liegen die Escher nach elf Spieltagen derzeit auf dem 14 Platz, der sie Stand heute in die Relegation schickt.

Der Ex-Co-Trainer Miguel Correia, der diesen Sommer nach die Nachfolge von Sébastien Grandjean antrat, wurde bereits, zumindest vorübergehend, durch Serge Wolf ersetzt. Dieser hatte am vergangenen Sonntag mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen wie sein Vorgänger, als er nach der Führung gegen Wiltz fünf Tore kassierte. «Ich frage mich, wie man es schaffen kann, dass die Mannschaft bei einem Gegentor nicht zusammenbricht», betont der Sportdirektor der mit 32 Gegentoren die schlechtesten Abwehr des Landes vorweist. Man müsse die Spieler verstehen und sie dazu bringen, sich mehr zu öffnen, so Wolf.

Knappes Budget

Mit einem Budget, das im Sommer aufgrund verringerter Sponsorengelder um fast ein Drittel gekürzt wurde, hatte der Verein beschlossen, sich von seinen größten Vertragspartnern zu trennen. Dennoch schafften sie es, Spieler wie Stefano Bensi, Julien Klein, Diogo Pimentel oder Lucas Correia zu behalten. Doch zwischen Verletzungen und Führungspersonen, die nicht in der Lage waren, Verantwortung zu übernehmen, ließ der Erfolg auf sich warten.

Nach sieben Niederlagen in den letzten acht Spielen beginnen die Escher darüber nachzudenken, ihren Platz in der höchsten Liga Luxemburgs zu retten. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht darüber nachdenke», gesteht Pascal Welter. «Wir müssen um den Klassenerhalt bangen, denn nach elf Spieltagen lügt die Tabelle nicht».

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