US-Staat Wisconsin – Folterknecht «waterboardet» eigene Freundin

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US-Staat WisconsinFolterknecht «waterboardet» eigene Freundin

Ein 22-Jähriger aus Wisconsin soll seine Freundin mittels Waterboarding gefoltert haben. Die brutale Verhörmethode erlangte durch die CIA-Folterkammern traurige Berühmtheit.

Dylan VanCamp droht eine lange Haftstrafe.

Dylan VanCamp droht eine lange Haftstrafe.

Ein 22-Jähriger aus dem US-Staat Wisconsin hat die umstrittene Verhörmethode «Waterboarding» an seiner eigenen Freundin angewandt. Der junge Mann habe der Frau einen Abwaschfetzen in den Mund gestopft und ihr danach drei Gläser Wasser über das Gesicht geschüttet, schreibt die Website wkow.com. «Ich habe mich gefühlt, als ob ich ertrinken würde», schilderte das Opfer gegenüber Ermittlern.

Der Vorfall mit dem Waterboarding sei im vergangenen Juni passiert, heißt es in dem Bericht weiter. Die Frau hatte auf ihrem Computer mit einem anderen Mann telefoniert und sei danach duschen gegangen. Plötzlich sei VanCamp zu ihr gestoßen und habe sie an den Haaren aus der Dusche gezerrt. Danach habe er sie mittels Waterboarding gefoltert. Er wollte die Frau dazu bringen, einen Seitensprung zuzugeben.

Gabel im Schienbein

Die achtmonatige Beziehung mit dem mehrfach wegen Drogendelikten vorbestraften Folterknecht muss für die Frau der reinste Horror gewesen sein. Laut dem Bericht hat der Angeklagte Dylan VanCamp seine Freundin bereits zuvor mehrfach misshandelt und gewürgt. Sie habe jedoch Angst gehabt, die Vorfälle der Polizei zu melden. Einmal habe VanCamp mit einer Zange vor ihr gestanden und gesagt: «Ein Ding muss weg: Ein Zahn oder ein Nagel.» Bei einem anderen Vorfall bewarf sie ihr Freund mit einer Gabel, die in ihrem Schienbein stecken blieb. Der Prozess gegen VanCamp beginnt in drei Wochen. Ihm droht eine lange Haftstrafe.

Waterboarding war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 bei Verhören Terrorverdächtiger in geheimen CIA-Gefängnissen angewendet worden. US-Präsident Barack Obama hatte diese und andere Folterpraktiken verboten, der mögliche republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump würde sie wieder einführen.

(L'essentiel/dpa)

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