In Luxemburg – Fonds du Logement wegen Betrugs verklagt

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In LuxemburgFonds du Logement wegen Betrugs verklagt

LUXEMBURG – Der Wohnungsbaufonds muss sich mit einer Klage wegen Betrugs auseinandersetzen. Er weist die Vorwürfe vehement von sich. Gegenstand der Klage ist eine Grünfläche.

Der Fonds du Logement wurde in den vergangenen Monaten von Krisen geschüttelt.

Der Fonds du Logement wurde in den vergangenen Monaten von Krisen geschüttelt.

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Der Fonds du Logement muss den nächsten Rückschlag in einem kurzen Zeitraum einstecken. Zu Beginn des Jahres trat der Direktor Eric Rosin aus persönlichen Gründen zurück – und das obwohl er erst ein Jahr vorher in das Amt gehoben wurde. Nur wenige Tage zuvor wurde ein Betrug in Höhe von 800.000 Euro um ein polnisches Konto aufgedeckt. Der Fonds du Logement hatte damals Anzeige erstattet.

Im neuesten Fall ist allerdings die Wohnungsgesellschaft selbst Gegenstand einer am 22. Februar bei der Staatsanwaltschaft eingereichten Klage: Deren Ursprung ist das im Jahr 2018 ausgeübte Vorkaufsrecht des Fonds für ein Grundstück in Hefflingen, das als Grünfläche genutzt wurde. Für dieses Grundstück gab es einen Interessenten, der auch schon einen Vorvertrag unterzeichnet hatte.

Baupläne lagen nicht vor

«Der Fonds kann nur beim Bau von Sozialwohnungen und öffentlicher Infrastruktur vorgreifen. Auf der Grünfläche durften nicht einfach neue Wohnungen gebaut werden», erklärt ein anonymer Informant.

Die Wohnungsbaufonds hatte seinen Vorgriff damit begründet, dass sie ein konkretes Projekt vor Ort plane. Das Problem, laut unserer Quelle war, dass der Plan für den Bau erst nach dem Vorgriff eingereicht worden war, und der Minister den Kauf des Grundstücks bewilligt hatte, bevor die Baupläne vorlagen. «Was illegal ist, daher rührt die Klage gegen Unbekannt, die die Verantwortlichen des Fonds du Logement mit einschließt.»

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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