«Forbes»-Liste 2021 – Food-Hersteller erzielten trotz der Pandemie Gewinne
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«Forbes»-Liste 2021Food-Hersteller erzielten trotz der Pandemie Gewinne

«Forbes» hat seine Billionaires 2021-Liste publiziert. Darin befinden sich die reichsten Menschen der Welt – darunter auch Food-Produzierende, die letztes Jahr trotz Pandemie extrem viel reicher geworden sind.

Eigentlich könnte man meinen, dass Menschen, die ihr Geld mit Lebensmittelherstellung oder Restaurantketten verdienen, letztes Jahr wegen Corona ziemlich gelitten hätten, dem ist allerdings überhaupt nicht so! Beispiel gefällig? Ein Restaurant-Besitzer aus China hat sein Vermögen 2020 mehr als verdoppelt und hat jetzt über 19 Milliarden Euro auf dem Konto. Festhalten: Hier kommen laut Forbes die 11 reichsten Food-Produzentinnen und Food-Produzenten der Welt.

Platz 11: Charlene de Carvalho-Heineken

Mit Bier kann man offensichtlich ziemlich reich werden. (Heineken Switzerland)

Die Holländerin Charlene de Carvalho-Heineken, die übrigens auch die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt, konnte ihr Vermögen letztes Jahr zünftig aufstocken. Von 10,8 Milliarden Euro wuchs ihr Kontostand auf 14 Milliarden Euro an. Damit gehört sie zu den reichsten Frauen der Welt. Und das, obwohl ihr nur 23 Prozent des Bier-Giganten Heineken gehören.

Platz 10: Jorge Paulo Lemann

Heinz ist die beliebteste und erfolgreichste Ketchup-Marke der Welt. (Heinz Ketchup)

Ebenfalls mit Bier (Budweiser), aber auch mit Ketchup (Heinz) wurde der Schweizer Jorge Paulo Lemann zu einem der reichsten Männern der Welt. Der Sohn eines Käsehändlers aus Langnau im Emmental startete seine Karriere als Praktikant bei der Credit Suisse in Genf, als Investment-Banker wurde er ziemlich schnell reich. Das verdiente Geld investierte er klug in verschiedene Bier-Firmen, der finanzielle Durchbruch kam, als er die US-Firma Anheuser-Busch, die Produzentin von Budweiser, kaufte. Später schnappte er sich für 23,5 Milliarden Euro den Ketchup-Brand Heinz. Diese Geschäfte verhalfen Lemann zu einem immensen Reichtum. 2021 wird sein Vermögen von Forbes auf 14,2 Milliarden Euro geschätzt.

Platz 9: Lee Man Tat

Der Großvater von Lee Man Tat gilt als Erfinder der Austernsauce, 1888 gründete er die Saucen-Firma Lee Kum Kee, die heute zu den größten Herstellern von asiatischen Saucen und Gewürzen weltweit gehört. Lee Kum Kee ist ein Familienunternehmen und generiert unglaubliche Umsätze, was dem Besitzer ein Vermögen von 14,6 Milliarden Euro beschert.

Platz 8: Emmanuel Besnier

Kleiner Käse, große Umsätze. (Lactalis)

Der 50-jährige Franzose Emmanuel Besnier ist Chef von Lactalis, einem der weltgrößten Milchverarbeiter. Das Unternehmen hat 75.000 Mitarbeiter, die in 230 Fabriken in 43 Ländern bekannte Produkte wie Babybel oder Boursin herstellen. Auch die Schweizer Firma Baer oder der italienische Käseproduzent Galbani gehören zum Konzern und sorgen für Traumumsätze. Kein Käse – Besnier vergrößerte sein Vermögen im Jahr 2020 um 5,4 Milliarden Euro und besitzt nun 16 Milliarden Euro.

Platz 7: Zhang Yong

Die Restaurant-Kette Sichuan Hot Pot sorgte auch in der Pandemie für fette Umsätze. (Sichuan Hot Pot)

Während europäische Restaurants in der Corona-Krise um ihre Existenz bangen, gehen die Umsätze der chinesischen Kette Sichuan Hot Pot durch die Decke. Zhang Yong besitzt 768 Lokale in China, Singapur, Japan und den USA – die Pandemie hat ihn überhaupt nicht getroffen – im Gegenteil. Sein Vermögen wuchs 2020 von rund 9,5 Milliarden auf 19,3 Milliarden Euro an. Fun Fact: Zhang Yong hat weder einen Schulabschluss, noch weiß er, wie man sein Signature-Gericht, den Sichuan Hot Pot, zubereitet.

Platz 6: Pang Kang

Mit Soya Sauce kann man sehr, sehr reich werden. (Foshan Haitian Flavoring & Food)

Über Pang Kang, den größten Soya-Saucen-Hersteller Chinas, ist nicht viel bekannt. Forbes kennt aber sein Vermögen. Er soll 22,2 Milliarden Euro besitzen.

Platz 5: Dietrich Mateschitz

Kennt man auf der ganzen Welt – kauft man auf der ganzen Welt: Red Bull. (Red Bull)

1984 gründete der Österreicher Dietrich Mateschitz gemeinsam mit einer thailändischen Unternehmerfamilie Red Bull und wurde mit dem Energy Drink steinreich. Mit einem Vermögen von 22,6 Milliarden Euro ist er der reichste Österreicher, im weltweiten Ranking belegt er Platz 56. Auch ihm, beziehungsweise seinem Vermögen, konnte Corona nichts anhaben. Es wuchs 2020 um knapp 9,5 Milliarden Euro an.

Platz 4: Jacqueline Mars

Würde man das Geld von Jacqueline Mars stapeln, würde der Turm sicher fast bis zu ihrem Planeten reichen. (Mars)

Balisto, Bounty, Celebrations, Dove, M&M’s, Maltesers, Mars, Milky Way, Snickers, Twix – bei diesen Marken läuft Schleckmäulern das Wasser im Mund zusammen. Die Brands verkaufen sich prächtig und so wuchs das Vermögen der US-Amerikanerin Jacqueline Mars von 19,9 Milliarden auf 26,3 Milliarden an.

Platz 3: Qin Yinglin und Familie

Speck macht satt und offenbar manchmal auch reich. (Unsplash/Casey DeViese )

Qin Yinglin und seine Frau kauften sich im Jahr 1992 gerade einmal 22 Schweine. Heute sind sie die größten Schweinezüchter Chinas und erwirtschafteten mit dem Business ein Vermögen von 28,1 Milliarden Euro.

Platz 2: Giovanni Ferrero

Jeder liebt es, jeder kauft es. (Ferrero.)

Viele schien es während der Pandemie nach Süßem zu gelüsten, denn das Unternehmen Ferrero generierte 2020 einen Umsatz von 12,7 Milliarden Euro. Das spürt auch Ferrero-Boss Giovanni Ferrero auf seinem Konto. Er besitzt 2021 rund 29,5 Milliarden Euro – fast 9,5 Milliarden mehr als im vergangenen Jahr.

Platz 1: Zhong Shanshan

Wasser ist Quell des Lebens und offenbar auch des Reichtums. (Nongfu Spring)

Mit Mineralwasser, Tee und Säften wurde Zhong Shanshan zum reichsten Mann Chinas. Wie er das geschafft hat, bleibt wohl sein Geheimnis. Auch der kometenhafte Anstieg seines Vermögens. 2020 wurde sein Kontostand auf 1,68 Milliarden Euro geschätzt. Nur ein Jahr später steht laut Forbes auf seinem Kontoauszug die Zahl 57,9 Milliarden Euro.

(L'essentiel/Lucien Esseiva)

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