23 Rennen in 245 Tagen – Formel 1 freut sich auf Mammut-Programm

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23 Rennen in 245 TagenFormel 1 freut sich auf Mammut-Programm

Sollte das vollgepackte Programm bestätigt werden, können die Fans fast jedes Wochenende ihre Formel-1-Stars auf der Rennstrecke verfolgen.

Die Formel-1-Saison 2021 ist noch nicht beendet, dennoch wird schon für 2022 geplant. Die Veranstalter haben den Kalender noch nicht bestätigt, es kann anhand der noch laufenden Verträge mit Rennstrecken in aller Welt aber davon ausgegangen werden, dass der Kalender mit einem erneuten Mammut-Programm aufwartet. Außerdem bestätigt Formel-1-Boss Stefano Domenicali, dass das Ziel von 25 Rennen pro Jahr 2022 nicht erfüllt werde. «Ich glaube, mehr als 23 Rennen sind sehr unwahrscheinlich», sagt Domenicali gegenüber «Auto Motor und Sport». Dennoch wurde dem Eigentümer Liberty Media noch zwei weitere Rennen in Zukunft zugesichert.

Die 23 Rennen sind schon so oder so ein Mammut-Programm. Denn dreimal werden die Rennen innerhalb von drei Wochenenden stattfinden. Nur so kann überhaupt das ganze Programm durchgeführt werden. Sieben Monate lang werden die Rennställe durch die Welt fahren und den Formel-1-Fans eine Show bieten.

Miami als neuer Austragungsort

Die Millionenstadt in Florida wird erstmals ein Rennen ausführen. Mit dem spektakulären Stadtkurs durch Miami wird 2022 somit ein zweites Rennen in den USA stattfinden. Domenicali sieht in den USA ein enormes Wachstumspotenzial. «Wir sind davon überzeugt, dass die Strecke von Miami fabelhafte Rennen erlauben wird. Ich habe mich mit ein paar Teamchefs unterhalten und alle sind hellauf begeistert.» Die Strecke in Miami wird aus 19 Kurven bestehen und ein Höchsttempo von 320 Stundenkilometer erlauben. Miami wird auch die nächsten zehn Jahre fix im Formel-1 Kalender sein.

China, Kanada und Japan wieder dabei – Deutschland nicht

Auch im Kalenderjahr 2022 wird in Deutschland kein Grand Prix austragen. Der Formel-1 Chef sagte der «Sport Bild»: «Ich habe das Gefühl, dass sich die Veranstalter nicht richtig trauen, einen Grand Prix auszutragen». Dabei hat Deutschland mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel und Michael Schumachers Sohn Mick zwei deutsche Piloten in der Formel 1. Zuletzt wurde im Jahr 2019 ein Grand Prix in Hockenheim ausgetragen. Dass es eine finanzielle Geschichte ist, glaubt der Italiener nicht. «Schauen Sie nur auf die Niederlande, Zandvoort ist für die nächsten drei Jahre ausverkauft», sagte der 56-Jährige. Auch das neue Rennen in Miami werde schnell ausverkauft sein, fügte der frühere Ferrari-Teamchef hinzu. Wieder dabei sein werden China, Kanada und Japan.

Bei Le Castellet und Singapur wird schon mal mit einem Ersatzprogramm geplant. Wie 2020 und auch 2021 würde Imola für Le Castellet und Istanbul für Singapur einspringen.

Saisonstart in Bahrain

Die Formel-1 Saison 2022 wird wie dieses Jahr in Bahrain gestartet. Das Rennen in der Nähe der Stadt Sakhir ist seit 2004 fester Bestandteil im Formel-1-Kalender. Durch die Corona -Pandemie musste die Königsklasse des Motorsports umplanen und ernannte Bahrain als neuen Formel-1 Auftakt. Der frühere Auftakts-Ort Melbourne soll als drittes Rennen im April 2022 stattfinden, wenn es die Corona-Situation zulässt und alle Fahrer geimpft sind.

Verhandlungen laufen

Mit Rechteinhaber Liberty Media werden die Renntermine für die neue Formel-1-Saison verhandelt. Außerdem werden die Formel-1 Teams über neue Entwicklungen informiert und dürfen sich allenfalls sogar involvieren. Jedoch dürfen die Teams nicht mitentscheiden. Der finale Kalender kam letztes Jahr am 27. Oktober und auch in diesem Jahr kann mit einem Entscheid bis Ende Oktober gerechnet werden. Das fixe Programm wird nach dem Entscheid noch an den Motorsport-Weltrat der FIA zugestellt. Alle 26 Mitglieder müssen dem Formel-1-Kalender zustimmen – dann ist das Mammutprogramm von 23 Rennen in 245 Tagen unter Dach und Fach.

(L'essentiel/Anamaria Peyer)

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