Knall im Motorsport: Formel-1-Traumehe geplatzt – Red Bull lässt Porsche abblitzen

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Knall im MotorsportFormel-1-Traumehe geplatzt – Red Bull lässt Porsche abblitzen

Es galt eigentlich als so gut wie sicher: der Einstieg von Porsche beim Formel-1-Team Red Bull ab 2026. In Monza wurde nun eine überraschende Wende kommuniziert.

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Das Formel-1-Team von Red Bull geht ab 2026 nicht mit Porsche-Motoren an den Start. 

Das Formel-1-Team von Red Bull geht ab 2026 nicht mit Porsche-Motoren an den Start. 

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Der Einstieg von Porsche beim Racing-Team ist geplatzt. «Porsche ist eine großartige Marke. Aber die DNA ist ziemlich anders», erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Der Einstieg von Porsche beim Racing-Team ist geplatzt. «Porsche ist eine großartige Marke. Aber die DNA ist ziemlich anders», erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

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Porsche hat nun nur noch rund einen Monat Zeit, um einen neuen Partner zu finden. McLaren und Williams gelten als mögliche Kandidaten. 

Porsche hat nun nur noch rund einen Monat Zeit, um einen neuen Partner zu finden. McLaren und Williams gelten als mögliche Kandidaten. 

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Die Formel-1-Traumehe von Porsche und Red Bull wird es nicht geben. Der Branchenführer aus Österreich hat den deutschen Sportwagenhersteller abblitzen lassen. In einer knapp achtzeiligen Mitteilung verkündete Porsche am Freitag das Ende jeglicher Verhandlungen. «Prämisse war immer eine Partnerschaft auf Augenhöhe, die neben einer Motoren-Partnerschaft auch das Team umfasst. Dies konnte nicht realisiert werden», hieß es. «Es gab nie eine finanzielle Diskussion. Porsche ist eine großartige Marke. Aber die DNA ist ziemlich anders», erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner bei Motorsport.com.

Monatelang wurde über den Einstieg von Porsche bei dem derzeit dominierenden Rennstall der Motorsport-Königsklasse zur Saison 2026 spekuliert. Im Juli beim Heimrennen von Red Bull in der Steiermark sollte der Deal eigentlich schon verkündet werden. Daraus wurde nichts. Die Zeit aber drängte, bis zum 15. Oktober müssen sich Motoren-Hersteller beim Internationalen Automobilverband einschreiben.

Red Bull ist bereit, allein Motoren zu entwickeln

Audi, die andere VW-Tochter, kam zuvor und erklärte vor rund zwei Wochen den Einstieg zur Saison 2026, Partner offiziell noch unbekannt. Es dürfte aber der Hinwiler Sauber-Rennstall sein, der derzeit als Alfa Romeo startet. Porsche wollte zeitgleich mit Red Bull durchstarten. Dafür wollte das Unternehmen aber auch Anteile an dem Team. Von 50 Prozent Anteilen ist die Rede, die Porsche wollte. Das hätte auch ein entsprechendes Mitspracherecht garantiert.

Konzernstrukturen wie bei Porsche, das in diesem Jahr noch an die Börse will, empfanden die Red-Bull-Bosse letztlich wohl als Bremsklotz. Zumal das Team nicht auf einen Motoren-Hersteller angewiesen ist. Nach dem Ausstieg von Partner Honda Ende 2021 gründete Red Bull eine eigene Motoren-Schmiede – Red Bull Powertrains. Der Energydrink-Rennstall nutzt die zuvor entwickelten Grundlagen beim Bau einer eigenen Triebwerkseinheit und erhält weiter technische Hilfe von den Japanern. Diese Vereinbarung läuft noch bis Ende 2025. Um auch für alle Fälle danach gerüstet zu sein, holte sich Red Bull bereits weitere hochrangige Mitarbeiter – unter anderem auch von Mercedes – für das Motoren-Projekt.

Porsche rennt nun die Zeit davon

Aber was passiert nun mit den Porsche-Plänen? Die VW-Tochter stellte klar, dass ein Einstieg in die Königsklasse des Motorsports generell nicht mit dem Scheitern der Gespräche mit Red Bull ausgeschlossen ist. Mit den umfassenden Reglementsänderungen ab der Saison 2026 bleibe die Rennserie für Porsche «ein attraktives Umfeld, das weiterhin beobachtet wird». Ab dann sollen die Hybrid-Motoren mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Der Verbrenner im Aggregat soll nur noch 50 Prozent der Leistung beitragen, der Rest ist elektrisch. Das passt zur Neuausrichtung der Auto-Industrie.

Viel Zeit bleibt Porsche aber nicht mehr. Die Einschreibefrist läuft in gut einem Monat ab. McLaren oder auch Williams wird nun in Medien als möglicher Partner genannt. Beide werden von deutschen Teamchefs geführt. Andreas Seidl (McLaren) arbeitete früher mal erfolgreich für Porsche, Jost Capito (Williams) für Volkswagen.

(wed/dpa)

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