Ein Blick zurück – Fränk Schleck bereits 2008 unter Verdacht

Publiziert

Ein Blick zurückFränk Schleck bereits 2008 unter Verdacht

LUXEMBURG – Bereits im Jahr 2008 stand Fränk Schleck unter Dopingverdacht. Er musste damals den Kontakt zum Doping-Arzt Fuentes zugeben.

Der spanische Arzt Eufemiano Fuentes soll Sportlern beim Doping geholfen haben. Fränk Schleck überwies ihm 7 000 Euro.

Der spanische Arzt Eufemiano Fuentes soll Sportlern beim Doping geholfen haben. Fränk Schleck überwies ihm 7 000 Euro.

DPA

Nicht zum ersten Mal steht Fränk Schleck unter Dopingverdacht. Im Jahr 2008 gab er zu, eine Zahlung an den Doping-Arzt Eufemiano Fuentes geleistet zu haben. Schleck, der zu dem Zeitpunkt für das Team CSC- SaxoBank fuhr, kam aber mit einem blauen Auge davon: Die Luxemburger Anti-Doping-Agentur (ALAD) stellte die Ermittlungen gegen den damals 28-Jährigen ein. «Außer der Tatsache, dass Geld gezahlt wurde, ist nichts ans Tageslicht gekommen, das auf Dopingpraktiken schließen lässt», hieß es im Dezember 2008 in der Urteilsbegründung.

Gegen den Luxemburger war wegen einer Überweisung von knapp 7000 Euro an Fuentes vom März 2006 und einer möglichen Verwicklung in die spanische Doping-Affäre «Operacion Puerto» ermittelt worden. Schleck hatte die Zahlung im Laufe der Anhörungen zugegeben, Doping aber stets bestritten. Die ALAD sah es als erwiesen an, dass die Überweisung auf ein Schweizer Konto des Arztes lediglich für eine «Trainings-Beratung» gewesen sei. Er habe einen «ernsthaften Bock geschossen», hatte Schleck eingeräumt, jedoch versichert, dass er «ein reines Gewissen» hat.

Bereits im Jahr 2008 musste Schleck die Tour wegen des Dopingverdachts verlassen.

(L'essentiel Online/dpa)

Deine Meinung