Mbappé erzielt Hattrick – Frankreich und Belgien lösen das WM-Ticket
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Mbappé erzielt HattrickFrankreich und Belgien lösen das WM-Ticket

Am Samstag standen in mehreren WM-Quali-Gruppen wegweisende Spiele auf dem Programm. Frankreich und Belgien konnten dabei bereits das Ticket für die Endrunde in Katar klar machen.

Gruppe D

Bereits am frühen Samstagnachmittag empfing Bosnien-Herzegowina Finnland. Um zumindest noch eine Chance auf Rang 2 und die damit verbundene Teilnahme an den Playoffs zu haben, mussten die Bosnier gegen die Skandinavier unbedingt gewinnen. Doch in der 29. Minute war es Finnland, dass durch Brentford-Stürmer Forss in Führung ging. Zuvor hatte Pukki bereits einen Elfmeter verschossen. Nach einer Roten Karte gegen den finnischen Verteidiger Raitala (37.), konnte Bosnien über eine Halbzeit lang in Überzahl spielen. Trotzdem waren es die Gäste, die nach dem Seitenwechsel das 2:0 durch Lod erzielten und letztlich einen 3:1-Auswärtssieg nach Hause fuhren. Finnland kann sich nun am Dienstag zuhause gegen Frankreich Platz 2 im Fernduell mit der Ukraine sichern. Für Bosnien ist der WM-Traum vorbei.

Was für eine Show des Weltmeisters! Frankreich zerlegt Kasachstan im Parc de Princes in seine Einzelteile und qualifiziert sich vorzeitig für die WM 2022 in Katar. Mann des Spiels bei der Équipe Tricolore ist PSG-Star Kylian Mbappé, der die Kasachen mit einem lupenreinen Hattrick in der ersten Halbzeit fast im Alleingang abschießt. Nach der Pause sind dann zweimal Real-Stürmer Karim Benzema sowie je einmal Juventus-Stratege Adrien Rabiot und Atlético-Angreifer für weitere Treffer bei einer denkwürdigen Gala der Franzosen besorgt.

Gruppe E

Neben Frankreich qualifiziert sich auch Belgien am Samstagabend vorzeitig für die WM. Die Red Devils bekunden gegen die von Thomas Häberli trainierten Esten zwar etwas mehr Mühe als die Franzosen gegen Kasachstan, erledigen die Pflicht aber trotzdem souverän. Spätestens nach dem dritten belgischen Treffer von BVB-Star Thorgan Hazard lief die Partie auf einen Sieg der Hausherren hinaus, die sich nun auf die Endrunde in Katar vorbereiten können.

Keine Blöße gab sich am Samstagabend auch Wales. Die Mannschaft von Robert Page schlägt Gruppenschlusslicht Belarus zuhause mit einem regelrechten Kantersieg und hat nun gute Chancen, sich hinter den bereits qualifizierten Belgiern auf Rang 2 einzunisten. Damit würde Wales im Playoff antreten und könnte dabei, wie schon bei der letzten EM wieder auf die Schweiz treffen.

Gruppe G

Durch einen Kantersieg gegen Gibraltar und einen krassen Patzer der Norweger hat sich die türkische Nationalmannschaft mit dem deutschen Trainer Stefan Kuntz ihre Chance auf Playoff-Platz zwei und eine WM-Teilnahme erhalten. Die Gastgeber fertigten den punktlosen Außenseiter am Samstagabend in Istanbul mit 6:0 (3:0) ab. Galatasaray-Stürmer Dervisoglu traf bereits in der ersten Halbzeit doppelt, nachdem zuvor Gibraltar-Verteidiger Olivero schon in der 23. Minute vom Platz gestellt wurde.

No Haaland, no Party heißt es in Norwegen. Die Skandinavier kommen ohne ihren verletzten Superstar gegen Fußball-Zwerg Lettland zuhause nicht über ein 0:0 hinaus. Norwegen hatte zwar über 70 % Ballbesitz und eine Vielzahl an Gelegenheiten, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. In der 80. Minute traf der frühere Basel-Angreifer Mohamed Elyounoussi zum vermeintlichen 1:0, doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt. Damit kommt es am kommenden Dienstag zu einem finalen Fernduell der punktgleichen Türken und Norweger (beide 18) um Platz zwei in der Gruppe G. Das Torverhältnis spricht nach dem 6:0 gegen Gibraltar nun für die Türkei. Auch Platz 1 liegt nach dem Patzer der Niederländer sogar noch für beide Teams drin.

WM-Party vertagt heißt es in den Niederlanden. Die Mannschaft von Bondscoach Louis van Gaal schien in Montenegro dank zwei Toren von Barça-Stürmer Memphis Depay lange den benötigten Pflichtsieg einzufahren und sich damit definitiv das Ticket für die Endrunde in Katar zu holen. Doch in den Schlussminuten kassiert Oranje gegen den Außenseiter noch zwei späte Tore. Die Elftal bleibt damit zwar Spitzenreiter in der Gruppe, darf sich nun aber am kommenden Dienstag im Heimspiel gegen Norwegen keinen Ausrutscher mehr leisten.

(L'essentiel/Florian Gnägi)

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