Wegen Körperverletzung – Franzose zeigt Luxemburger Polizisten an

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Wegen KörperverletzungFranzose zeigt Luxemburger Polizisten an

BETTEMBURG – Bei einer von der luxemburgischen Polizei durchgeführten Kontrolle soll ein Mann aus Frankreich verletzt worden sein. Der Fahrer aus Lothringen hat Anzeige erstattet.

Eine eigentlich ganz normal Polizeikontrolle verwandelte sich am Abend des 4. Dezembers in einen Albtraum. Das denkt zumindest ein Paar aus dem Département Meurthe-et-Moselle in Lothringen. Die Franzosen suchten die Straße nach Bad Mondorf, als sie sich in einer Sackgasse zwischen Bettemburg und Livingen verirrten.

Als sie rückwärts aus der Straße herausfahren wollten, wurden sie von einer – ihrer Aussage nach sehr unfreundlichen – Polizeistreife angehalten. Der Fahrer, Laurent, Pfleger im Krankenhaus Nancy-Barbois, gibt zu, sich zur Wehr gesetzt zu haben. Er habe geglaubt es mit falschen Polizisten zu tun zu haben. Nachdem ihm Handschellen angelegt wurden, sei er regelrecht in den Polizeiwagen «geworfen» worden. Er wurde von den Ärzten nach dem Vorfall für fünf Tage krank geschrieben. Der Mann hat nun gegen die beiden Polizisten Anzeige erstattet.

Verdächtige Fahrzeuge werden kontrolliert

«Wir sind mitten in einer Kampagne gegen Einbrüche. Und die Gegend zwischen Bettemburg und Petingen ist sehr beliebt bei Verbrechern. Die Polizisten haben das Fahrzeug in der Sackgasse kontrolliert, weil es ihnen verdächtig vorkam», sagt der Sprecher der Luxemburger Polizei, Frank Stoltz.

«Der Fahrer hat sich teilweise heftig gegen die Kontrolle gewehrt. Die beiden Polizisten sind während der Auseinandersetzung verletzt worden», erklärt er weiter. Außerdem habe der Franzose das Innere des Polizeiwagens beschädigt.

Eine interne Untersuchung wurde bereits in die Wege geleitet. Sie soll ans Licht bringen, wie der Vorfall genau abgelaufen ist.

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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