Neues Parlament – Franzosen beteiligen sich kaum an Wahl
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Neues ParlamentFranzosen beteiligen sich kaum an Wahl

Mit niedriger Beteiligung hat in Frankreich die erste Runde der Wahlen zur Nationalversammlung begonnen.

6600 Kandidaten haben sich um die 577 Sitze der ersten Parlamentskammer beworben.

6600 Kandidaten haben sich um die 577 Sitze der ersten Parlamentskammer beworben.

DPA

Bis zum Mittag hatten nach Angaben des Innenministeriums nur rund 21,1 Prozent der wahlberechtigten Franzosen im europäischen Kernland ihre Stimme abgegeben. Vor fünf Jahren waren es zur gleichen Zeit immerhin 22,6 Prozent gewesen.

Schon damals hatte die Wahlbeteiligung am Schluss nur bei 60 Prozent gelegen. Die Wahlbeteiligung in der zweiten Runde der Präsidentenwahl hatte bei rund 80 Prozent gelegen.

Machtwechsel vorausgesagt

Fünf Wochen nach der Präsidentenwahl dürfen 46 Millionen Bürger entscheiden, wer in den kommenden fünf Jahren die 577 Sitze der ersten Parlamentskammer besetzt. Rund 6600 Kandidaten haben sich in den Wahlkreisen zur Wahl gestellt.

Umfragen zufolge dürfte es einen Machtwechsel von rechts nach links geben. Meinungsforscher sehen die Sozialistische Partei des neuen Präsidenten François Hollande vorn. Der bislang dominierenden UMP werden kaum Chancen auf die Mehrheit eingeräumt. Die konservativ-rechte Partei war zuletzt ganz auf den abgewählten Staatschef Nicolas Sarkozy ausgerichtet.

Zweite Runde nächsten Sonntag

Das endgültige Ergebnis der Wahlen zur Nationalversammlung wird erst nach der zweiten Wahlrunde in einer Woche feststehen. Um bereits im ersten Wahlgang gewählt zu werden, brauchen die Kandidaten eine absolute Mehrheit in ihrem Wahlkreis. Dies schaffen die wenigsten.

In den anderen Wahlkreisen gibt es am 17. Juni eine zweite Runde mit all jenen Kandidaten, die mindestens 12,5 Prozent der in einem Wahlkreis möglichen Stimmen erhielten.

(L'essentiel Online/dpa)

Die Franzosen in Luxemburg haben bereits in der vergangenen Woche ihre Stimme in der ersten Runde der Parlamentswahl abgegeben. In den Benelux-Kandidaten Philippe Cordery liegt demnach der sozialistische Kandidat vorn.

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