Letzter Gruppenplatz – Franzosen enttäuschen bei Handball-EM

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Letzter GruppenplatzFranzosen enttäuschen bei Handball-EM

Frankreich hat sich bei der Handball-EM in Serbien die Minimalchance auf die Titelverteidigung erhalten. Deutschland spielt am Montagnachmittag für die Olympia-Qualifikation.

Frankreich konnte nach seinem Sieg gegen Slowenien aufatmen.

Frankreich konnte nach seinem Sieg gegen Slowenien aufatmen.

AFP

Der Weltmeister und Olympiasieger Frankreich gewann am Sonntag in Novi Sad zum Auftakt in der Hauptrundengruppe II gegen Slowenien glücklich mit 28:26 (14:15). Nach zwischenzeitlichem Drei-Tore-Rückstand sorgten die Franzosen erst mit zwei Treffern hintereinander zum 27:25 (57.) für die Entscheidung. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz ist Frankreich noch immer Gruppenletzter.

Vor 4700 Zuschauern in der Halle Spens warf Xavier Barachet mit sechs Treffern die meisten Tore für das Team von Trainer Claude Onesta. Für Slowenien traf Luka Zvizej mit sechs Toren am besten. «Die Niederlagen haben an unserem Selbstvertrauen genagt. Unser Ziel ist es jetzt, unser Spiel zu verbessern. Dann werden wir sehen, wie weit wir damit in diesem Turnier noch kommen», sagte Spielmacher Guillaume Gille vom deutschen Meister HSV Hamburg.

Die Tabellenführung holte sich Spanien. Der WM-Dritte bezwang die zuvor verlustpunktfreien Kroaten mit 24:22 (11:14) und übernahm mit 5:1 Punkten die Spitzenposition von Kroatien. Victor Tomas für Spanien und Ivan Cupic von den Rhein-Neckar Löwen für den WM-Fünften trafen mit je fünf Toren am besten.

Neuer Hype um deutschen Handball

Die unerwartete Erfolgsserie bei der EM in Serbien hat das Team von Bundestrainer Martin Heuberger wieder zurück ins öffentliche Interesse gespült. Nach dem 21:21 (7:12) am Samstag zum Hauptrundenauftakt gegen den hochmotivierten Gastgeber ist nicht nur der angepeilte Platz in einem Olympia-Qualifikationsturnier in Reichweite. Selbst das Halbfinale ist keine Utopie mehr.

«Sie kann sowohl das Halbfinale erreichen, was damit auch die Möglichkeit eröffnet, um die Medaillen mitzuspielen. Und die Chance auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist noch viel besser geworden», sagte Ulrich Strombach , Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) am Sonntag in Belgrad in einem Interview.

Die Ausgangslage vor der zweiten Hauptrundenpartie an diesem Montag (18.20 Uhr/ZDF ) gegen den WM-Zweiten Dänemark ist mit 5:1 Punkten und der Tabellenführung glänzend. Dennoch will im deutschen Handball-Lager mit Ausnahme des Präsidenten noch immer niemand über Halbfinals oder Medaillen sprechen.

Gruppe I, in Belgrad:

Samstag, 21.01.2012:
Polen - Schweden 29:29 (9:20)
Dänemark - Mazedonien 33:32 (16:19)
Serbien - Deutschland 21:21 (12:7)

Montag, 23.01.2012:
Polen - Mazedonien
Dänemark - Deutschland
Serbien - Schweden

Mittwoch, 25.01.2012:
Polen - Deutschland
Dänemark - Schweden
Serbien - Mazedonien

1. Deutschland 74:68 Tore - 5 Pkte
2. Serbien 67:61 - 5
3. Polen 74:77 - 3
4. Dänemark 81:83 - 2
5. Schweden 79:84 - 2
6. Mazedonien 81:83 - 1

Gruppe II, in Novi Sad:

Sonntag, 22.01.2012:
Ungarn - Island 21:27 (10:14)
Frankreich - Slowenien 28:26 (14:15)
Spanien - Kroatien 24:22 (11:14)

Dienstag, 24.01.2012:
Spanien - Island
Frankreich - Kroatien
Ungarn - Slowenien

Mittwoch, 25.01.2012:

Frankreich - Island
Spanien - Slowenien
Ungarn - Kroatien

1. Spanien 77:72 Tore - 5 Pkte
2. Kroatien 84:82 - 4
3. Ungarn 71:74 - 3
4. Island 88:86 - 2
5. Slowenien 89:91 - 2
6. Frankreich 77:81 - 2

L'essentiel Online /

(dpa)

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