Pudel geklont – Frau lässt ihren eigenen Pudel klonen

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Pudel geklontFrau lässt ihren eigenen Pudel klonen

Nur schon der Gedanke an das Ableben ihres Hundes Buhner trieb ihr Tränen in die Augen. Deswegen setzte Amy Vangemert voll auf Gentechnologie.

Nachdem ihre vier Kinder flügge geworden waren, wurde Hund Buhner noch wichtiger für Amy Vangemert und ihren Mann John. Allerdings kam das Tier langsam in die Jahre. «Wenn ich daran dachte, dass er sterben könnte, weinte ich jeden Tag», sagt die 55-jährige US-Amerikanerin gegenüber Medien. «Ich wollte ein Stück von ihm, das weiterlebt.»

Deswegen wandte sich das Paar aus Seattle an die Firma, die bereits den Hund von Superstar Barbra Streisand verewigt hatte: ViaGen Pets hatte 2017 die DNA von Pudeldame Samantha geklont, kurz bevor diese starb.

50.000 Euro pro Tier

Hautstücke von Buhners Bauch und Beinen wurden eingefroren, eingeschickt und in einen Inkubator gepackt, wo innerhalb weniger Wochen Millionen Zellen heranwuchsen und in einem aufwendigen Prozess schließlich Embryos mit dem Erbgut des Originaltiers herangezüchtet wurden.

Innert sechs Monaten gab es drei erfolgreiche Resultate in Form der Pudelwelpen Buhner Junior, Baxter und Ditto, die alle die physischen Eigenschaften des Originals aufwiesen. Der stolze Preis für die tierische Verdreifachung: Umgerechnet rund 50.000 Euro pro Tier.

«Wer klont, nur um zu vervielfachen, sollte das nicht tun»

«Das war jeden Cent wert und die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe», sagte Vangemert. «Ich würde immer und immer wieder klonen.» Die Hunde seien zwar äußerlich wie das Original, im Wesen würden sie sich aber von Pudel Buhner unterscheiden. «Wer klont, nur um zu vervielfachen, sollte das nicht tun. Wer aber ein Stück seines Liebsten bewahren möchte, für denjenigen ist es perfekt.»

Vangemert zufolge gab es in ihrem Bekanntenkreis einige Kritik an ihrem Vorgehen: «Einige meinten, es sei falsch, was ich da mache. Es sei unmenschlich und widernatürlich; zudem gebe es so viele Hunde, die man adoptieren könne.»

Diesen Kritikern antwortet Vangemert: «Das ist, als ob man einer Frau sagt, sie solle keine eigenen Kinder haben, weil es so viele Kinder gibt, die Eltern brauchen.» Sie wolle lediglich, dass ein Teil ihres geliebten Buhner weiterlebe. Vorerst erfreut sich das Original aber noch bester Gesundheit.

(L'essentiel/gux)

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