Auch mit Dildo – Frauen quälten Kollegin eine ganze Nacht

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Auch mit DildoFrauen quälten Kollegin eine ganze Nacht

Vier Frauen sollen eine heute 21-Jährige in der Schweiz entführt und stundenlang misshandelt haben. Am Donnerstag steht das Quartett erstmals vor Gericht.

Das Opfer hatte im November 2017 eine der vier Frauen bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden angezeigt, weil diese ihren zweijährigen Sohn vernachlässigen soll. Als Rache wollte die Mutter zusammen mit drei Freundinnen die Denunziantin mit Gewalt zur Rede stellen.

Am späten Abend des 10. März 2019 passten die vier Frauen, die heute zwischen 23 und 29 Jahre alt sind, das heute 21-jährige Opfer auf einem Parkplatz im Schweizer Kloten nach Arbeitsschluss um 23 Uhr ab. Was nun folgte war laut Anklageschrift eine stundenlange Tortur.

Systematische Tortur

Sie zerrten die Frau ins Auto, wo ihr die Hauptbeschuldigte, eine heute 25-jährige Pflegeassistentin, mit der Faust kräftig ins Gesicht schlug. Sie wollte dem Opfer auch eine Zigarette auf der Hand ausdrücken, was aber eine Mitbeschuldigte verhinderte. Anschließend fuhren sie in die Wohnung einer der vier Frauen in einer Nachbargemeinde. Dort musste sich das Opfer nackt ausziehen und duschen. Dabei wurde es gefilmt und man drohte mit der Veröffentlichung der Aufnahmen, sollte Strafanzeige erstattet werden.

Das Opfer wurde von den Frauen an den Geschlechtsteilen angefasst und wurde darüberhinaus mit einem Dildo gequält und vergewaltigt. Zwei Frauen rissen dem Opfer die künstlichen Haarverlängerungen aus dem Haar oder schnitten die Verlängerungen mit einem Messer ab. Auch das Handy des Opfers wurde kontrolliert. Als eine der Frauen die Nummer ihres Ex-Mannes darauf entdeckte, musste das Opfer mehrere gläserne Dekorationssteinchen schlucken. Die Tortur endete morgens nach 7 Uhr, als die Frau auf einem Parkplatz abgesetzt wurde. Zuvor stahlen ihr die vier Beschuldigten noch das Portemonnaie mit 350 Euro und teilten sich die Beute.

Am Donnerstag startet der Prozess gegen die vier Frauen, die nach der Verhaftung Mitte März 2019 für über zwei Monate in Untersuchungshaft saßen. Sie sind der schweren Entführung, der sexuellen Nötigung, des Raubes und wegen weiterer Delikte angeklagt. Der Staatsanwalt wird das geforderte Strafmaß im Prozess bekannt geben. Es werden vermutlich mehrjährige Freiheitsstrafen sein.

(L'essentiel/Stefan Hohler)

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