In Luxemburg – Frauen zufrieden mit neuem Abstammungsrecht

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In LuxemburgFrauen zufrieden mit neuem Abstammungsrecht

LUXEMBURG - Es wird nicht mehr zwischen legitimer und natürlicher Abstammung unterschieden. Der nationale Frauenrat begrüßt die Reform.

Der nationale Frauenrat Luxemburgs befürwortet die Beibehaltung der anonymen Geburt. Foto: AFP

Der nationale Frauenrat Luxemburgs befürwortet die Beibehaltung der anonymen Geburt. Foto: AFP

Sind die Eltern verheiratet, leben sie in einer eingetragenen Partnerschaft oder ohne rechtliche Deklarierung? Das soll für Kinder bald keine rechtlichen Folgen mehr haben. Mit der Reform des Abstammunsgrechts sollen alle Kinder die gleichen Abstammungsrechte genießen. Die Reform wurde den luxemburgischen Abgeordneten im vergangenen November vorgelegt und regelt auch künstliche Befruchtung (PMA), anonyme Geburt und Leihmutterschaft. Der nationale Frauenrat Luxemburgs, Conseil national des femmes du Luxembourg, (CNFL) ist mit dem Text zufrieden.

Legitime und natürliche Abstammung

Der CNFL begrüßt die Aufhebung der Unterscheidung zwischen legitimer und natürlicher Abstammung. Eine Unterscheidung, die der Frauenrat in einer Mitteilung am Freitag als «veraltet» bezeichnete. Der CNFL «bedauert, dass eine solche Unterscheidung, die Mütter und ihre Kinder in einer sehr tiefen Weise stigmatisiert, einen Platz in unserem Rechtssystem finden konnte».

Künstliche Befruchtung

Bei der künstlichen Befruchtung, procréation médicalement assistée (PMA), sieht der Gesetzentwurf vor, dass «keine Eltern-Kind-Beziehung zwischen dem Spender und dem aus der PMA hervorgegangenen Kind hergestellt wird und dass keine Verantwortungshandlung gegen den Spender festgelegt werden darf». Eine gute Sache, findet der nationale Frauenrat Luxemburgs und befürwortet die künstliche Befruchtung «unter der Bedingung der Kostenlosigkeit und der Anonymität».

Alimente

Kinder müssen nicht mehr eine Abstammung nachweisen, um Aliemnte zu beantragen. Jedes Kind, dessen Vaterschaft nicht rechtskräftig festgestellt ist, kann finanzielle Unterstützung von Demjenigen beanspruchen, mit dem die Mutter zum Zeitpunkt der Empfängnis eine Beziehung unterhielt. Das gilt auch für Kinder, die durch Vergewaltigung oder Inzest gezeugt wurden. Entscheidungen, welche der CNFL begrüßt. Der nationale Frauenrat Luxemburgs spricht sich zudem für die Beibehaltung der anonymen Geburt aus.

(FR/L'essentiel)

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