Notstand in Süditalien – Freilaufender Panther versetzt Apulien in Angst

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Notstand in SüditalienFreilaufender Panther versetzt Apulien in Angst

Mehrere Städte der Region Apulien haben wegen eines schwarzen Panthers den Notstand ausgerufen. Das Tier könnte einem Mafiaboss gehört haben, der es als Haustier hielt.

In der süditalienischen Region Apulien in der Nähe von Bari wird zurzeit nach einem schwarzen Panther gefahndet. So haben in den letzten zwei Wochen mehrere Augenzeugen die große Raubkatze auf Feldern gesehen, wie «Corriere del Mezzogiorno» berichtet.

Davide Carlucci, Bürgermeister von Acquaviva delle Fonti, einer Stadt gleich neben Bari, hat wegen des frei umherlaufenden Tieres den Notstand ausgerufen. «Ich habe ein Dekret erlassen, dass sämtliche sportliche und landwirtschaftliche Aktivitäten verboten sind.» Laut Carlucci wurden sämtliche Polizisten beauftragt, das Gebiet zu durchforsten.


«Um den Panther nicht zu erschrecken und ein aggressives Verhalten zu vermeiden, sollten alle ihre Haustiere in Sicherheit bringen und auch Nutztiere sollten mittels Gehegen geschützt werden.»

In der Nachbarstadt Castellana Grotte wurde vor zehn Tagen ein ähnliches Dekret erlassen, das seine Bürger vor dem streunenden Panther schützen soll.

Gehörte das Tier einem Mafiaboss?

Äußerst mysteriös ist die Herkunft des Panthers. Tierärzte haben anhand der Videoaufnahmen bestätigen können, dass es sich um einen schwarzen Panther handelt. Das Tier bewege sich sehr schnell und sei auf der Suche nach Nahrung.

Die Behörden Apuliens fahnden nicht zum ersten Mal nach einem Panther. Vor einem Jahr wurde in der 200 Kilometer entfernten Stadt San Severo nach einer großen schwarzen Katze gefahndet. Das Tier sei damals aus dem Haus eines Mafiabosses in der Region geflohen, der es als Haustier hielt.

Behörden zufolge könnte es sich um dasselbe Tier handeln, so konnte der Panther des Mafiabosses bislang nicht lokalisiert werden.

(L'essentiel/Bianca Lüthy)

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