Frisöre – Frisöre setzen die Maßnahmen radikal um
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FrisöreFrisöre setzen die Maßnahmen radikal um

LUXEMBURG - Einwegmasken, Visiere oder ganze Anzüge. Es könnte möglicherweise schwer werden, den eigenen Frisör am Montag wiederzuerkennen.

Eine Maske ist Pflicht.

Eine Maske ist Pflicht.

AFP/Cesar Manso

François Calda hat seinen gesamten Salon umgestaltet, um seine Kunden unter den bestmöglichen Bedingungen empfangen zu können. Wie alle anderen Friseure und Barbiere in Luxemburg wird er am Montag seinen Salon wieder öffnen, musste dafür aber Produkte bestellen, die sich von den üblichen unterscheiden: Handschuhe, Masken, Visiere sowie Einwegkleider und Desinfektionsgel. Da die sanitären Bedingungen streng sind, «werden wir wie Kosmonauten gekleidet sein», kündigt der Friseur von Luxemburg-Stadt an, der mit Vorhängen zwischen den einzelnen Stühlen «kleine Kabinen» schafft.

Wegen des Ansteckungsrisikos wird auch die Anzahl der Kunden, die sich gleichzeitig im Salon aufhalten, begrenzt sein. Der Salon von Tiago Ribeiro, R Coiffure, wird maximal drei Kunden gleichzeitig aufnehmen. «Aus Sicherheitsgründen werden wir mehr Zeit auf eine Person verwenden und so vermeiden, dass sich Termine überschneiden», sagt Ribeiro. Auch, wenn ihn das nach eigenen Angaben etwa 20 bis 30 Prozent der Einnahmen kostet.

«Wir müssen wieder ins gesellschaftliche Leben zurückkehren.»

Es stellt sich die Frage, wie man das Haar eines Kunden mit einer Maske frisiert. «Irgendwann wird man die Gummibänder von den Masken nehmen müssen, aber es besteht ein Risiko», meint Tiago Ribeiro. «Wir werden versuchen, so vorsichtig wie möglich zu sein», fügt Ken Kries von Barber Truck hinzu, der in eine Sterilisationsmaschine für Scheren und Schermaschinen investiert hat. «Es ist wichtig, die Bartklinge nach jedem Kunden zu wechseln, es gibt einige, die das nicht tun».

Selbst wenn das Risiko besteht, ist es wichtig, sowohl für Friseure als auch für Kunden wieder zu öffnen. «Wir müssen wieder ins gesellschaftliche Leben zurückkehren, die Menschen freuen sich, ihre Friseure wiederzusehen», sagt Kries. «Außerdem werden wir eine Menge Arbeit haben», sagt er.

(mm/L'essentiel)

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