Margot Robbie im Interview – «Früher habe ich Kühe gemolken, das war super»

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Margot Robbie im Interview«Früher habe ich Kühe gemolken, das war super»

In der schwarzen Komödie «I, Tonya» beweist Margot Robbie (27) als gefallene Eisprinzessin, dass sie weit mehr ist als Hollywoods neues Sexsymbol. Wir baten sie zum Interview.

Margot, hattest du vor dem Dreh Erfahrung mit Eiskunstlaufen?

Kaum. Wo ich aufgewachsen bin, gab es kein Eis. Ich komme aus einem sehr heißen Teil Australiens. Mit 20 bin ich dann in die USA gezogen und habe mich einem Eishockey-Team angeschlossen. Ich habe eine halbe Saison lang in der Amateur-Liga gespielt.

Da geht es doch sehr rau zu, oder?

Ja, es war sogar eine gemischte Mannschaft und wir waren nur zwei Frauen im Team. Ich sah auf dem Eis aus wie ein kleiner Junge. Ich wurde oft gefoult!

Du bist ein echtes Landei. Bist du also praktisch veranlagt?

Ja, ich wuchs auf mehreren Hektar Land im Hinterland von Australien auf. Wir waren viel draußen, ich habe abends Holz gehackt, die Kühe gemolken und bin auf dem Motorrad herumgedüst. Das war super.

Stimmt es, dass du schon als Zehnjährige einen Job hattest?

Ja. Ich wollte schon immer früh arbeiten. Ich habe als Kind versucht, alles Mögliche zu verkaufen. Mit zehn habe ich dann den Freund meiner Mutter überredet, mich in seinem Restaurant arbeiten zu lassen.

Habt ihr eigentlich so eine Art Australier-Club in Hollywood?

Ja, die Aussie-Mafia! Ich hänge wirklich sehr viel mit Landsleuten in Los Angeles ab. Und auch wenn man sich nicht kennt: Wenn man einen Australier im Ausland trifft, hält man einen freundlichen Schwatz ab.

Du hast den Film «I, Tonya» zusammen mit deinem Ehemann, Tom Ackerley (28), produziert. Ist es nicht kompliziert, mit dem Partner zu arbeiten?

Nein. Wir kennen uns so gut und waren lange befreundet, bevor wir zusammenkamen. Und wir haben ähnliche Persönlichkeiten. Wir sind kein Fall von «Gegensätze ziehen sich an». Wir machen etwa für alles Listen.

Zum Beispiel?

Ach, es ist endlos. Listen von Dingen, die wir dieses Jahr erreichen wollen. Sachen, die wir dringend erledigen müssen. Es ist echt lächerlich.

Du bist wahnsinnig beschäftigt. Vergisst du manchmal, dich zurückzulehnen und deinen Erfolg zu genießen?

Ja! Mein Mann ist aber sehr gut darin zu sagen: «Stopp! Wir müssen das jetzt feiern.» Ich arbeite gern und denke immer schon über das nächste Projekt nach.

(L'essentiel)

Zum Film:

Die rabenschwarze Komödie thematisiert den realen Fall von Eiskunstläuferin Tonya Harding (gespielt von Margot Robbie), die angeblich Mitte der 90er-Jahre ihre Erzrivalin Nancy Kerrigan durch eine Attacke ausschalten ließ, um bessere Chancen bei den Olympischen Spielen in Lillehammer zu haben. Der Film zeichnet Hardings Weg aus der amerikanischen Unterschicht in die elitäre Eiskunstlaufszene nach, angetrieben von ihrer ehrgeizigen, aber gefühlskalten Mutter (Allison Janney). Sowohl Robbie als auch Janney sind für einen Oscar nominiert. Daumen hoch für diese absolut gelungene Komödie!

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