ICE-Zugfahrt: Früherer «Bild»-Chef Julian Reichelt (42) fährt ohne Ausweis und rastet aus

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ICE-ZugfahrtFrüherer «Bild»-Chef Julian Reichelt (42) fährt ohne Ausweis und rastet aus

Im ICE von Koblenz nach Berlin konnte Julian Reichelt sich nicht persönlich ausweisen. Wegen seiner unkooperativen Art landete er schließlich auf einer Polizeiwache in Berlin.

Reto Bollmann
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Reto Bollmann
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Fuhr mit Ticket, jedoch ohne gültigen Lichtbildausweis: der Ex-«Bild»-Chef Julian Reichelt.

Fuhr mit Ticket, jedoch ohne gültigen Lichtbildausweis: der Ex-«Bild»-Chef Julian Reichelt.

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Auch nach einer Viertelstunde wollte Reichelt der Schaffnerin kein Dokument vorweisen, fing jedoch damit an, sich lautstark über die Deutsche Bahn zu beschweren.

Auch nach einer Viertelstunde wollte Reichelt der Schaffnerin kein Dokument vorweisen, fing jedoch damit an, sich lautstark über die Deutsche Bahn zu beschweren.

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Man müsse ihn doch kennen als einen der bekanntesten Journalisten Deutschlands, beklagte sich Reichelt. Doch der Zugchef gab an, ihn nicht zu kennen – «zudem gelten für alle dieselben Regeln».

Man müsse ihn doch kennen als einen der bekanntesten Journalisten Deutschlands, beklagte sich Reichelt. Doch der Zugchef gab an, ihn nicht zu kennen – «zudem gelten für alle dieselben Regeln».

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Auf einer ICE-Zugfahrt von Koblenz nach Berlin sollte der Ex-Chef der deutschen «Bild»-Zeitung, Julian Reichelt, sein Ticket vorweisen. Dieses hatte er auch auf seinem Handy dabei, jedoch sollte der 42-Jährige zusätzlich einen Ausweis vorzeigen. Reichelt konnte sich aber nicht persönlich ausweisen.

Tirade gegen die Deutsche Bahn

Eine Beamtin der Deutschen Bahn habe ihn daraufhin gefragt, ob er irgendeinen Ausweis bei sich habe – egal, ob Führerschein oder ein abfotografiertes Kärtchen auf dem Handy. Doch Fehlanzeige – auch eine Viertelstunde später wollte Reichelt der Schaffnerin kein Dokument vorweisen, fing jedoch damit an, sich lautstark über die Deutsche Bahn zu beschweren, wie der «Spiegel» mit Bezugnahme auf Augenzeugenberichte schreibt.

Man müsse ihn doch kennen als einen der bekanntesten Journalisten Deutschlands, beklagte sich Reichelt demnach. Doch der Zugchef gab an, ihn nicht zu kennen. «Zudem sind die Regeln für alle Fahrgäste gleich», fügte er hinzu. Die Situation heizte sich zunehmend auf, worauf das Zugpersonal die Polizei anrief. Am Berliner Hauptbahnhof wurde Julian Reichelt von Beamten auf die Wache begleitet.

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Gemäß Augenzeugen war Reichelt die ganze Zeit über höchst unkooperativ und filmte die Polizisten durchgehend mit seinem Smartphone. Nach einer Viertelstunde konnte der 42-Jährige die Polizeiwache dann wieder verlassen. Auf eine Anfrage des «Spiegels» reagierte er nicht.

Reichelt gilt als Unterstützer von Law-and-Order-Politikern und als großer Verteidiger der Polizei. Seine Verachtung für die Deutsche Bahn brachte er bereits zuvor zum Ausdruck, bezeichnete diese als «Trümmerhaufen der Nation» und das »dysfunktionalste, kaputteste und hoffnungsloseste Unternehmen Europas».

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