COP26 – Für Bettel ist «Kernenergie keine Option»
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COP26Für Bettel ist «Kernenergie keine Option»

LUXEMBURG – Xavier Bettel stellt sich nach wie vor gegen Atomkraft – im Unterschied zu Frankreich, wo man Cattenom weiter laufen lassen möchte.

Xavier Bettel hat an der Weltklimakonferenz in Glasgow teilgenommen.

Xavier Bettel hat an der Weltklimakonferenz in Glasgow teilgenommen.

AFP/Phil Noble

Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel bezeichnet im Rahmen der Weltklimakonferenz COP26 eine Reaktion auf den Klimanotstand als «mehr als notwendig» und bekräftigt in einer am Mittwoch auf Twitter geteilten Nachricht die Anstrengungen des Großherzogtums für den «Einsatz von erneuerbaren Energien». Ein Übergang, der «fair und integrativ», aber auch «solidarisch» sein müsse. Xavier Bettel hat zugesagt, dass Luxemburg seine Hilfen für die vom Klimawandel besonders betroffenen Länder um 50 Prozent erhöhen werde.

Außerdem bekräftigt er die luxemburgische Position gegen Kernenergie: «Die Kernenergie ist weder eine sichere noch eine nachhaltige Option», schreibt er, womit er sich von Emmanuel Macron absetzt. Der französische Staatspräsident kündigte kürzlich Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro in neue Technologien an, insbesondere in «kleine Kernreaktoren».

Die Botschaft Frankreichs ist klar: Von einem Ausstieg aus der Kernenergie kann keine Rede sein. Eine Entscheidung, die einen alten Streitpunkt zwischen den beiden Nachbarn am Leben hält. Im Mittelpunkt der Debatte steht das Kraftwerk Cattenom an der Grenze zu Luxemburg. Das Großherzogtum setzt sich seit langem für die Schließung des Kraftwerks ein, während Frankreich nur ungern sein zweitgrößte Kraftwerk aufgibt.

Ursprünglich für eine Betriebsdauer von 40 Jahren vorgesehen, soll Cattenom inzwischen länger laufen, möglicherweise bis 2050.

(th/L'essentiel)

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