Luxemburg – Für unsere Schulkinder ändert sich jetzt einiges
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LuxemburgFür unsere Schulkinder ändert sich jetzt einiges

LUXEMBURG – Bildungsminister Claude Meisch hat am Mittwoch die Neuerungen für das neue Schuljahr präsentiert. Sie werden schon ab Donnerstag greifen.

Bildungsminister Claude Meisch bei der Präsentation der Neuerungen.

Bildungsminister Claude Meisch bei der Präsentation der Neuerungen.

L'essentiel

Trotz der Kritik der Lehrergewerkschaft SEW/OGBL vom Dienstag, geht Claude Meisch (DP) das neue Schuljahr in Ruhe an. «Das ist eine normale Rentrée, ohne Konflikte, mit vielen Neuheiten», sagte der Bildungsminister am Mittwoch. Zu deren wichtigsten zähle die Einführung des Werteunterrichtes in den Lyzeen, ein «Meilenstein in der Geschichte von Luxemburgs Schulsystem», so Meisch. Das Fach ersetzt künftig den Religionsunterricht, «um die großen Fragen der Menschheit und der Gesellschaft durch die großen philosophischen und religiösen Traditionen zu erklären.»

Es bleibt jedoch nicht nur bei dieser einen Änderung: Es wurden neue schulische Unterlagen (Handbücher, Software, Plattformen) zur Fortbildung der Lehrer, die bis zum 13. Schuljahr reichen, vorgestellt und die Eröffnung der Internationalen Schule Differdingen gefeiert. Auch die Grundschulen sind von einigen Änderungen betroffen. So wird es in der zweiten, dritten und vierten Klasse demnächst Halbjahreszeugnisse geben. Das soll die Eltern besser über die Leistungen ihrer Kinder informieren und die Entscheidung erleichtern, welche weiterführende Schule ihre Sprößlinge besuchen.

Die Berufsbildungsreform für Lehrkräfte wurde im vergangenen Frühjahr scharf kritisiert. Sie soll nun «mit der Wiedereinführung der jährlichen Förderung» angepasst werden, erklärte Meisch. Insgesamt beginnen 182 Lehrer, 149 Professoren und 105 Lehrbeauftragte ihr obligatorisches, dreijähriges Referendariat.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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