Ukraine-Krieg: Fußballclub zahlte Asowstal-Kämpfer Dianows OP

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Ukraine-KriegFußballclub zahlte Asowstal-Kämpfer Dianows OP

Das Bild des ausgehungerten Soldaten Mykhailo Dianow ging nach seiner russischen Gefangenschaft um die Welt. Nun wurde er in den USA operiert und hat wieder einige Kilo zugelegt. 

von
Dominik Fischer
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OP erfolgreich überstanden: der Ukrainer Mykhailo Dianow im Krankenhaus in der US-Stadt St. Louis. 

OP erfolgreich überstanden: der Ukrainer Mykhailo Dianow im Krankenhaus in der US-Stadt St. Louis. 

Facebook/FC Shakhtar
So abgemagert sah Mykhailo Dianow nach der Freilassung aus russischer Gefangenschaft am 22. September aus. Sein verwundeter Arm befand sich in schlechtem Zustand.

So abgemagert sah Mykhailo Dianow nach der Freilassung aus russischer Gefangenschaft am 22. September aus. Sein verwundeter Arm befand sich in schlechtem Zustand.

Bild: Jelena Lawruschka, Schwester von Mykhailo Dianow
Seine Behandlungskosten übernommen hat der Fußballverein Schachtar Donezk, dessen Trikot Dianow auf diesem Foto trägt. 

Seine Behandlungskosten übernommen hat der Fußballverein Schachtar Donezk, dessen Trikot Dianow auf diesem Foto trägt. 

Facebook/FC Shakhtar

Der Asowstal-Kämpfer Mykhailo Dianow ist am Dienstag erfolgreich am Oberarm operiert worden. Dies teilte der Fußballverein Schachtar Donezk auf Facebook mit. Der Verein habe alle Kosten für die Behandlung Dianows in der US-Stadt St. Louis übernommen. 

Gleich zwei Bilder des Asowstal-Kämpfers gingen in den letzten Monaten um die Welt. Das erste zeigte den Oberfeldwebel der 36. Brigade schmutzig und abgekämpft im Stahlwerk in Mariupol, mit einer improvisierten Metall-Fixation, die seinen durch einen Schuss verletzten Oberarm stützte. 

40 Kilo Körpergewicht verloren

Monate später ging ein Schockbild von Dianow durch Zeitungen und soziale Medien, das ihn völlig abgemagert zeigte, nachdem er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs aus Russland zurück in die Ukraine kam. 40 Kilo Körpergewicht soll er während der Belagerung und der Gefangenschaft verloren haben. Sein verwundeter Arm, der während der russischen Kriegsgefangenschaft keine medizinische Versorgung erhalten hatte, war in immer schlechterer Verfassung. 

Die Bilder, die der FC Schachtar Donezk nun auf Facebook veröffentlicht, zeigen einen gesunden Dianow, der nach seiner OP müde in die Kamera lächelt und dabei wieder einige Kilos zugelegt hat. Ein anderes Bild zeigt ihn in einem orangenen Shirt des Fußballvereins aus Donezk in die Kamera winken. 

Dianow spendet Geld

Nach seiner Freilassung hatte Dianows Familie eine Spendenplattform für den 42-Jährigen eingerichtet, um seine Behandlungskosten zu zahlen. Innerhalb kürzester Zeit kamen dabei über 185.000 Euro zusammen. Dianow gab jedoch am 17. November bekannt, dass er all das gespendete Geld an Hilfsorganisationen in der Ukraine weiterleiten werde.

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