«Unsere Kurve» – Fußballfans fordern faire Neuverteilung der TV-Gelder

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«Unsere Kurve»Fußballfans fordern faire Neuverteilung der TV-Gelder

Die Interessensgemeinschaft «Unsere Kurve» hat an die DFL appelliert, dass die Verteilung der TV-Gelder «ein Gradmesser für die Reformbereitschaft des Profifußballs» sei.

Helen Breit, Vorstandsmitglied und Sprecherin des Fan-Bündnisses «Unsere Kurve».

Helen Breit, Vorstandsmitglied und Sprecherin des Fan-Bündnisses «Unsere Kurve».

DPA/Philipp von Ditfurth

Die Interessensgemeinschaft «Unsere Kurve» hat an die Deutsche Fußball Liga appelliert, dass die Verteilung der TV-Gelder nicht losgelöst von der Debatte über notwendige Reformen im Profifußball geregelt werden könne. «Aus unserer Sicht ist die Entscheidung über die TV-Erlöse für die Zukunft des Profifußballs richtungsweisend», sagte Helen Breit, die Vorsitzende der Fanvertretung, laut einer Mitteilung vom Montag.

«Unsere Kurve» fordert eine Neuverteilung der TV-Erlöse und setzt auf einen hohen Sockelbeitrag sowie Kriterien wie Nachhaltigkeit und Jugendförderung. «Wir appellieren dringend an die DFL-Vereine – besonders aber an das DFL-Präsidium – sich nicht von Machtdemonstrationen leiten zu lassen, sondern mutig und mit klarem Blick die Zukunft des Profifußballs zu gestalten.»

« Die Solidarität im Profifußball hört auf, sobald es ums Geld geht »

Ein Weitermachen wie bisher dürfe keine Option sein. «Die Entscheidung über die Verteilung der DFL-Medienerlöse ist für uns und viele andere Fans richtungsweisend.» Sie sei «ein Gradmesser für die Reformbereitschaft des Profifußballs».

14 Vereine der 1. und 2. Liga hatten aus Sicht der Interessensgemeinschaft die Botschaft: «Es ist Zeit für eine gleichmäßigere Verteilung der TV-Erlöse.» Als Reaktion darauf habe Bayern München «ein öffentliches Schaulaufen» bei einem Treffen mit 14 Erstligaclubs und dem Hamburger SV inszeniert. «Die Botschaft», hieß es in der Mitteilung: «Wagt es nicht, das etablierte System anzugreifen.» Es sei alle Jahre wieder das gleiche: «Die Solidarität im Profifußball hört auf, sobald es ums Geld geht.»

(L'essentiel/dpa)

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