Luxemburg – G4S plant Entlassung von 60 Mitarbeitern
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LuxemburgG4S plant Entlassung von 60 Mitarbeitern

LUXEMBURG – Die Geschäftsführung des Sicherheitsunternehmens hat seiner Belegschaft mitgeteilt, dass sie den Abbau von 80 Arbeitsplätzen, darunter 60 Entlassungen, plant.

G4S hat seinen Sozialplan vorgestellt.

G4S hat seinen Sozialplan vorgestellt.

Das Sicherheitsunternehmen G4S stellte der Personalvertretung am Freitagmorgen seinen Sozialplan vor. Plan sei es, 80 «Stellen zu streichen, 60 durch Entlassungen und etwa zwanzig durch nicht ersetzte Pensionierungen, oder durch befristete Verträge», erklärt Michelle Cloos, Hauptsekretärin des OGBL. Die Verhandlungen sollen am 18. Mai beginnen. G4S beschäftigt im Großherzogtum etwa 1200 Mitarbeiter, 6,6 Prozent der Stellen werden abgebaut.

Die Gespräche könnten schwierig werden, wie der OGBL informiert. Die Gewerkschaft «lehnt die Idee eines Sozialplans ab», so Michelle Cloos gegenüber L'essentiel. «In Anbetracht der Situation gibt es andere Lösungen, um Arbeitsplätze zu erhalten. Sie haben von der Kurzarbeit und staatlichen Beihilfen profitiert. Das ist skrupellos und unsozial», betont die Gewerkschafterin. Sollte das Unternehmen die Kurzarbeit allerdings im Juli einstellen, könnte der Sozialplan rechtlich umgesetzt werden.

In Michelle Cloos' Augen handele es sich bei Wach- und Sicherheitsdiensten um «Berufe, die nicht verschwinden dürfen». Die wirtschaftlichen Probleme seien nicht zu bestreiten, aber es werde einen Neustart geben und dazu benötige es Menschen. Indes bedauert der OGBL die Tatsache, dass entlassene Mitarbeiter ihre Betriebszugehörigkeit verlieren würden. Die Gewerkschaft hat sich inzwischen mit Fedil in Verbindung gesetzt und wartet auf eine Antwort «für eine Dringlichkeitssitzung, um eine Lösung zu finden». Am Montag wird der OGBL sich zudem schriftlich an Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) wenden, um ihn um ein Gespräch zu bitten.

Die Direktion von G4S war am späten Freitagnachmittag nicht mehr zu erreichen.

(jw/L'essentiel)

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