Tourismus – Gäste-Zahl in Luxemburg steigt auf drei Millionen

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TourismusGäste-Zahl in Luxemburg steigt auf drei Millionen

LUXEMBURG – Die Hotelbetten im Großherzogum waren im Vorjahr gut gefüllt. Der Anstieg bei den Nächtigungen hat mehrere Gründe.

Das Müllerthal wird bei Touristen immer beliebter.

Das Müllerthal wird bei Touristen immer beliebter.

Editpress/Didier Sylvestre

Luxemburg schiebt sich bei Touristen immer mehr in den Fokus. Insgesamt wurden vergangenes Jahr im Großherzogtum mehr als drei Millionen Nächtigungen gezählt – das sind 4,3 Prozent mehr als 2016. Hotels und Campingplätze begrüßten im Vorjahr je vier Prozent mehr Gäste, auch die Jugendherbergen werden dank einer neuen Einrichtung in Esch/Alzette stärker nachgefragt (plus zwölf Prozent).

Die Initiative Luxembourg for Tourism (LFT) führt den Anstieg auf mehrere Faktoren zurück: Das gute Wetter, die Konjunktur, eine bessere Vermarktung und mehr Gäste aus bestimmten Regionen wie der Schweiz, China, Großbritannien und den USA.

Mehr Geschäftsreisende

Alle Regionen profitieren vom Boom bei den Übernachtungen, besonders gefragt sind die beiden Ballungszentren im Zentrum und der Süden. Zu den beliebtesten Aktivitäten von Touristen zählen Führungen in der Hauptstadt, ein Besuch im Parc Merveilleux in Bettemburg und eine Fahrt zur Burg Vianden. Auch der Müllerthal Trail verzeichnete einen Besucherzuwachs von 41 Prozent. 149.138 Wanderer marschierten auf dem Wanderpfad entlang der beeindruckenden Felsformationen im Osten des Landes. Die Auslastung der Unterkünfte betrug 78,5 Prozent.

Knapp die Hälfte der Touristen (45 Prozent) sind Geschäftsreisende, die andere Hälfte entfällt auf Urlauber (42 Prozent). «Der Geschäftstourismus war nach der Krise rückläufig, weil Unternehmen bei den Kosten sparten», sagt Anne Hoffmann, Direktorin des LFT. «Die Leute blieben nur für kürzere Aufenthalte hier. Das ändert sich ein wenig. Die Aufenthalte von Geschäftsreisenden werden länger.»

Der Konferenztourismus (MICE) hat einen Anteil von 13 Prozent an den Gesamtübernachtungen. «Es ist gerade eine Aktion angelaufen, um eine zentrale Anlaufstelle für Kongressveranstalter zu schaffen. Das Projekt wird mit der Stadt Luxemburg durchgeführt, die bereits über ein kleines, auf die Hauptstadt beschränktes ‹Convention Bureau› verfügt. Wir wollen diese Art von Struktur auf das gesamte Staatsgebiet ausdehnen», betont Francine Closener, Staatssekretärin für Wirtschaft.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

Kommt ein «Airbnb-Gesetz»?

Bis zum Sommer will das Wirtschaftsministerium eine Studie zu Airbnb und ähnlichen Anbietern vorlegen. «Im Prinzip ist Share Economy eine gute Sache, die das Angebot herkömmlicher Hotelleriebetriebe ergänzt. Aber es ist eine unternehmerische Tätigkeit und für solche fallen Steuern an. Vielleicht sollten wir über eine gesetzliche Regelung nachdenken», erklärt Staatssekretärin Francine Closener.

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