Familie hofft weiter – Ganz Europa sucht nach vermisster Maria

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Familie hofft weiterGanz Europa sucht nach vermisster Maria

Vor rund einem Monat ist die 13-jährige Maria aus Deutschland verschwunden. Jetzt sucht die Familie das Mädchen aktiv mit Zeitungsinseraten und Flyern.

Die seit Anfang Mai verschwundene Maria Henselmann und der international gesuchte Bernhard Haase. (Bild: Polizei)

Die seit Anfang Mai verschwundene Maria Henselmann und der international gesuchte Bernhard Haase. (Bild: Polizei)

«Trouvez Maria». So lautet die Aufforderung in dem Inserat in einer Schweizer Zeitung - mit mehreren Fotos von der verschwundenen Maria Henselmann und ihrem mutmaßlichen Kidnapper, Bernhard Haase. Die dazu gestellte Telefonnummer führt zur Polizei im deutschen Freiburg im Breisgau.

Dort ist die 13-Jährige am 4. Mai verschwunden. Sie soll sich in Begleitung des 40 Jahre älteren Haase befinden. Die Fahnder gehen davon aus, dass es sich um eine Art Liebesbeziehung handelt. Gegen den 53-Jährigen wurde ein internationaler Haftbefehl wegen Verdachts auf pädophile Handlungen und wegen Kindesentzug erlassen.

Menschen in ganz Europa helfen suchen

Das Inserat lässt vermuten, dass es eine neue Spur gibt, die in die französischsprachige Schweiz führt. Die Polizei im deutschen Freiburg dementiert jedoch. «Wir haben keine konkreten Hinweise darauf, wo sich die beiden aufhalten könnten», heißt es auf Anfrage. Die Angehörigen und Unterstützer hätten offenbar mehrere ähnliche Inserate geschaltet und Flugblätter verteilt. «Wir erhalten Rückmeldungen fast aus ganz Europa.»

Bereits kurz nach dem ersten Vermisstenaufruf sind auch mehrere Hinweise aus Bern eingegangen. Dort will man das ungleiche Paar wiederholt gesehen haben. In der Zwischenzeit haben sich bei der dortigen Kantonspolizei erneut Personen gemeldet. «Wir gehen den Hinweisen nach und sind mit den deutschen Behörden in Kontakt», sagt Polizeisprecherin Simona Benovici.

Im Internet wird derweil die privat initiierte Suche nach Maria weiter vorangetrieben. Eine eigens dafür eingerichtete Webseite ist bereits in 30 Sprachen aufgeschaltet. Marias Mutter hat sich vor wenigen Tagen außerdem im deutschen Fernsehen zu Wort gemeldet. In der Sendung «Aktenzeichen XY ungelöst» fordert sie Haase auf, ihr endlich ihre Tochter zurückzugeben.

(L'essentiel Online/nj)

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