«Sonndesfro» – Gebeutelte LSAP gewinnt im Norden leicht hinzu

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«Sonndesfro»Gebeutelte LSAP gewinnt im Norden leicht hinzu

LUXEMBURG - Bei den letzten Umfragen war es stets schlecht um die Regierungsparteien bestellt. Anders bei der aktuellen «Sonndesfro» im Norden des Landes.

Ein Trostpflaster für die LSAP: die «Sonndesfro» im Norden.

Ein Trostpflaster für die LSAP: die «Sonndesfro» im Norden.

DPA

Nach dem Schock am gestrigen Dienstag gibt es für die LSAP am Mittwoch eine gute Nachricht. Während die Sozialisten im Osten des Landes ein historisch schlechtes Umfrageergebnis einfuhren, können sie laut der Tageblatt-«Sonndesfro» im Norden punkten. Wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären, könnten sie mit 18,2 Prozent der Wählerstimmen wieder auf zwei Sitze in der Chamber hoffen. Bei der letzten Umfrage sah es danach aus, als würden sie einen verlieren.

Auch die DP hatte zwischen den letzten Wahlen im Jahr 2013 und der letzten Umfrage Stimmen einbüßen müssen. Dieser Trend scheint nun gestoppt. Die Partei um Premier Xavier Bettel käme auf 13,6 Prozent und somit einen Sitz. Gleiches Bild bei Déi Gréng. Mit rund 10 Prozent kämen die Grünen ebenfalls auf einen Parlamentssitz.

CSV mit Einbußen

Anders sieht es bei den großen Oppositionsparteien aus. Die CSV büßt im Vergleich zur letzten Umfrage, die im Dezember 2015 durchgeführt wurde, Stimmen ein. Sie käme, wie bei der Wahl 2013, auf vier Sitze in der Chamber (37,9 Prozent). Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, als könnten die Christsozialen im Norden einen fünften Platz ergattern.

Wie schon im Osten kann die ADR auch im Norden zulegen. 9,2 Prozent der Stimmen würden für ein Chamber-Mandat genügen. Zulegen kann zwar auch Déi Lénk, sie könnte mit 4,7 Prozent aber keinen Abgeordneten ins Parlament entsenden.

(pw/L'essentiel)

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