Super Tuesday – Gegen Kopfweh: Aus Trump mach Drumpf

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Super TuesdayGegen Kopfweh: Aus Trump mach Drumpf

Wer den Namen Trump nicht mehr lesen mag, wandelt ihn im Browser zu Drumpf um. Die Kopfschmerzen sind damit nicht weg.

Trump, Trump, Trump. Immer der gleiche Name, (fast) immer derselbe Mann auf dem Siegertreppchen. Nach dem Super Tuesday hat das halbe Amerika genug von dem New Yorker Baulöwen, der am Dienstag in fast allen 13 Staaten absahnte.

Zum Glück können Enervierte den Namen Trump zum Verschwinden bringen, zumindest auf ihren Web-Browsern. Schon im Vorfeld des großen Wahltags stellten Trump-Gegner auf dem Internet den «Drumpfinator» bereit, ein Werkzeug zur Elimination von «Trump»: Mit Zusätzen zu Chrome und Firefox, den beiden populärsten Browsern, lässt sich der verhasste Name auf allen Website zu «Drumpf» zurückverwandeln.

Auf «Rumpf», «stumpf» und «dumpf» reimte nämlich der Name von Donalds Großvater, als er 1885 aus Deutschland in den USA einwanderte. Für Kritiker des Immobilienmoguls ist ein Name wie «Drumpf» disqualifizierend. Der Spruch: «Make Donald Drumpf again» ziert bereits eine auf dem Web erhältliche Baseballmütze.

Obama-Konkurrenz?

Zur Feier seiner Siege wählte Drumpf - sorry: Trump - den Ballsaal seines Resorts Mar-a-Lago in Palm Beach Florida. Der Saal sieht aus wie die Mischung aus einer Hochzeitskapelle in Las Vegas und dem Spiegelsaal in Versailles:

In Sachen Prunk erinnert er an die griechischen Säulen, die 2008 in Denver die Bühne zierten, auf der der damalige Senator Barack Obama seine Nomination als Kandidat der Demokraten entgegennahm. Die zwei Politiker teilen offenbar eine hohe Meinung von sich selbst.

Warten auf den Wunder

Trumps Sieg ließ die Republikaner auf den Hinterbänken unbefriedigt. Der tief religiöse Neurologe Ben Carson war um Worte verlegen, um zu rechtfertigen, warum er noch länger im Rennen bleiben würde. «Nun, das wissen wir nicht genau», sagte er am Dienstag. Doch er könne ein Wunder nicht ausschließen: «Die Möglichkeit immer noch, dass die Leute aufwachen, und das hoffen wir.»

Dröhnen im Kopf

Die Hoffnung Ben Carsons erfüllte sich nicht. Er und Millionen von Trump-Kritikern werden am Mittwoch wohl mit Kopfschmerzen aufgewacht sein. Wie die Bevölkerung von Island. Die hatte immerhin am 1. März einen wirklichen «Super Tuesday»: Die Inselrepublik feierte den «National Beer Day».

(L'essentiel/sut)

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