Formel-1-Talent: Geht er jetzt zu McLaren? Das steckt hinter dem Wirbel um Oscar Piastri

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Formel-1-TalentGeht er jetzt zu McLaren? Das steckt hinter dem Wirbel um Oscar Piastri

Alpine verkündet Supertalent Oscar Piastri (21) als neuen Fahrer. Dieser widerspricht kurz darauf – und wechselt nun wohl zu Konkurrent McLaren.

von
Lucas Werder
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Oscar Piastri will in der kommenden Saison nicht für Alpine fahren.

Oscar Piastri will in der kommenden Saison nicht für Alpine fahren.

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Er hätte den zu Aston Martin abgewanderten Fernando Alonso ersetzen sollen.

Er hätte den zu Aston Martin abgewanderten Fernando Alonso ersetzen sollen.

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Stattdessen dürfte der Weg des Australiers zu McLaren führen.

Stattdessen dürfte der Weg des Australiers zu McLaren führen.

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So etwas hat die Formel-1-Welt noch nie erlebt. Zunächst verkündete Rennstall Alpine am Dienstagabend, dass in der kommenden Saison Supertalent Oscar Piastri die Nachfolge von Fernando Alonso antreten werde. Wenig später widersprach der Australier selbst aber dieser Meldung. «Das ist falsch, ich habe keinen Vertrag mit Alpine für 2023 unterschrieben», verkündete der 21-Jährige auf Twitter. Die als «Silly Season» bekannte Sommerpause der Formel 1 wird ihrem Namen einmal mehr gerecht.

Doch was steckt hinter dem Wirbel? Piastri steht seit 2020 bei Alpine (ehemals Renault) unter Vertrag. Nachdem er jeweils in seinem ersten Jahr in der Formel 3 und in der Formel 2 den WM-Titel eingefahren hatte, stand er in dieser Saison bislang als Alpine-Ersatzfahrer in der Königsklasse im Einsatz.

Alonso überraschte eigenes Team

Für die kommende Saison hatte der Rennstall eigentlich geplant, Piastri leihweise bei Williams zu parken, damit dieser dort Erfahrungen in der Formel 1 sammeln kann. Alpine selbst wollte erneut mit dem Duo Esteban Ocon und Fernando Alonso an den Start gehen. Am Montag folgte allerdings die große Überraschung: Statt seinen Vertrag zu verlängern, wechselt der Spanier Ende Jahr zu Aston Martin. Alpine selber hat erst aus der Medienmitteilung des britischen Teams davon erfahren.

Dadurch änderte sich die Ausgangslage im Fall Piastri komplett. Vieles deutet darauf hin, dass Alpine im Vertrag mit Piastri eine Option eingebaut hatte, die am 31. Juli verstrichen ist – also ausgerechnet einen Tag vor dem Alonso-Abgang. Der 21-Jährige dürfte deshalb nicht mehr an sein Team gebunden sein und stellte klar: «Ich werde nächstes Jahr nicht für Alpine fahren.»

Ricciardo muss wohl weichen

Doch für welches Team dann? Zwischen den Zeilen deutet Piastri damit an, bereits einen neuen Arbeitgeber gefunden zu haben. Alles sieht danach aus, als würde nun McLaren zum Handkuss kommen, das schon länger mit dem Supertalent flirtet. Zwar hat sich der britische Rennstall bisher hinter Noch-Fahrer Daniel Ricciardo gestellt, nun könnte der 33-Jährige aber trotz Vertrag bis 2023 in der kommenden Saison durch seinen zwölf Jahre jüngeren Landsmann ersetzt werden. Dieser wiederum könnte den umgekehrten Weg gehen zu Alpine zurückkehren, wo er bereits zwischen 2019 und 2020 angestellt war.

Noch will sich Alpine im Tauziehen um Piastri aber nicht geschlagen geben. «Wir glauben, dass unsere Mitteilung rechtlich korrekt ist, mehr haben wir dazu aber nicht zu sagen», zitierte die BBC einen Sprecher des Rennstalls. Obwohl der Formel-1-Zirkus erst wieder Ende August im belgischen Spa haltmacht, dürfte es in den kommenden rennfreien Wochen also jede Menge Unterhaltung mit sich bringen.

Albon verlängert bei Williams

Im Gegensatz zu Oscar Piastri ist die Zukunft von Alex Albon geklärt. Der britisch-thailändische Doppelbürger unterschreibt bei Williams einen mehrjährigen Vertrag. Das verkündete der Rennstall am Mittwochnachmittag mit. Der 26-Jährige absolvierte zwischen 2019 und 2020 insgesamt 38 Rennen für Red Bull und Alpha Tauri (ehemals Toro Rosso). Nach einem Jahr ohne Cockpit heuerte Albon in dieser Saison bei Williams an und fuhr seitdem zweimal in die Punkte. Noch offen ist die Zukunft seines Teamkollegen Nicholas Latifi. (law)

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