Corona in Luxemburg – Geimpfte sprechen sich in Umfrage für Booster aus
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Corona in LuxemburgGeimpfte sprechen sich in Umfrage für Booster aus

LUXEMBURG – Welcher Anteil der Geimpften möchte eine dritte Dosis erhalten? Wer lässt seine Kinder impfen? Science.lu hat eine Umfrage in Luxemburg durchgeführt.

Science.lu wollte herausfinden, wie die Luxemburger wirklich zur Impfung, Booster-Impfung und Kinderimpfung stehen.

Science.lu wollte herausfinden, wie die Luxemburger wirklich zur Impfung, Booster-Impfung und Kinderimpfung stehen.

Unsplash/Parang Mehta

Da die Diskussion rundum die Covid-19-Impfung und ihre Auswirkungen auch im sozialen Leben nicht mehr wegzudenken ist, wollten der Fonds National de la Recherche und science.lu das Thema genauer unter die Lupe nehmen. Aus diesem Grund wurde vom 27. November bis zum 5. Dezember eine repräsentative Stichprobe von 600 Personen im Großherzogtum befragt. Die Ergebnisse dürften die Debatte weiter anheizen.

Laut der Umfrage haben 87 Prozent der geimpften Personen bereits eine Booster-Impfung erhalten oder planen, sie sich verabreichen zu lassen. Außerdem würde die Mehrheit der Befragten (56 Prozent) die Impfung von Kindern im Alter von 5-11 Jahren als positiv ansehen, zwei Drittel der Eltern von Kindern dieser Altersgruppe würden eine Impfung in Erwägung ziehen.

Die Umfrage fand online und auf der Straße statt und es wurden genauso viele Männer wie Frauen befragt, das in folgenden Altersklassen: 18-34, 30-54 und über 55. 53 Prozent der Befragten waren Luxemburger und 47 Prozent hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Auch der Epidemiologe der Gesundheitsdirektion, Joël Mossong, und die Soziologin der Universität Luxemburg, Anja Leist, waren an dieser Studie beteiligt.

82 Prozent der Befragten sind geimpft

Von den Personen, die an der Umfrage teilgenommen haben, waren 82 Prozent geimpft. Dies entspricht einem etwas höheren Anteil als der der über 18-jährigen Geimpften in Luxemburg (80,8 Prozent). Nur elf Prozent schlossen eine Impfung strikt aus.

Dabei decken sich die Beweggründe für die Impfung bei den meisten: Über 85 Prozent der Befragten wollten sich impfen lassen, um ihre Gesundheit zu schützen, fast 60 Prozent aus Freiheits- oder Organisationsgründen. Diejenigen, die sich gegen das Vakzin entschieden haben, führten in erster Linie Zweifel an den Impfstoffen und den Nebenwirkungen als Motiv an.

Großteil der Teilnehmer vertraut dem Krisenmanagement

Sollten in Luxemburg, wie in diesem Pannel, sechs Prozent der Geimpften im Ausland geimpft worden sein, wäre die Rate der vollständig Geimpften auch höher als bisher angenommen.

Schließlich würden 22 Prozent der Teilnehmer der Regierung bei der Bewältigung der Krise absolut vertrauen und 46 Prozent eher vertrauen. Etwas mehr als 20 Prozent hätten indes kein Vertrauen in das Krisenmanagement.

(Nico Martin/L'essentiel)

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