Hessen – Geisterfahrer hatte drei Promille Alkohol im Blut

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HessenGeisterfahrer hatte drei Promille Alkohol im Blut

Ein Klein-Lkw fährt am Samstagabend in falscher Richtung auf die Autobahn – die Folge: ein Crash mit drei Toten. Nun kommt heraus: Der 34-jährige Fahrer war sturzbetrunken.

Ein kleinerer LKW liegt am 23.09.2017 nach einem schweren Geisterfahrerunfall am Autobahndreieck R�sselsheim, Kreis Gro�-Gerau (Hessen) auf der A67 in Richtung Norden auf der Fahrbahn, im Hintergrund untersuchen Rettungseinsatzkr�fte ein anderes Unfallauto. Der Lkw war als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs und kollidierte auf noch ungekl�rte Weise mit zwei entgegenkommenden Autos. Die drei Insassen des ersten Wagens kamen ums Leben. Die vier Insassen des zweiten Fahrzeugs wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der schwer verletzte LKW-Fahrer musste notoperiert werden. (zu dpa-Meldung: �Drei Tote bei Unfall mit Geisterfahrer� vom 23.09.2017) Foto: Sebastian Stenzel/Wiesbaden112.de/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein kleinerer LKW liegt am 23.09.2017 nach einem schweren Geisterfahrerunfall am Autobahndreieck R�sselsheim, Kreis Gro�-Gerau (Hessen) auf der A67 in Richtung Norden auf der Fahrbahn, im Hintergrund untersuchen Rettungseinsatzkr�fte ein anderes Unfallauto. Der Lkw war als Geisterfahrer auf der Autobahn unterwegs und kollidierte auf noch ungekl�rte Weise mit zwei entgegenkommenden Autos. Die drei Insassen des ersten Wagens kamen ums Leben. Die vier Insassen des zweiten Fahrzeugs wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der schwer verletzte LKW-Fahrer musste notoperiert werden. (zu dpa-Meldung: �Drei Tote bei Unfall mit Geisterfahrer� vom 23.09.2017) Foto: Sebastian Stenzel/Wiesbaden112.de/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

DPA/Sebastian Stenzel

Nach dem Falschfahrer-Unfall mit drei Toten auf einer Autobahn in Hessen hat die Polizei neue Informationen bekannt gegeben. Demnach soll der Verursacher des Unfalls, ein 34-jähriger Pole, stark betrunken gewesen sein. Bei ihm wurde ein Alkoholgehalt im Blut von 3,09 Promille nachgewiesen. In der Fahrerkabine des Klein-Lkw fand die Polizei mehrere Bierdosen.

Gegen den 34-jährigen Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Lkw hatte Stau selbst verursacht

Laut Angaben der Polizei hatte der Fahrer am Samstagabend mit seinem Kleintransporter auf einem Zubringer zur A67 angehalten. Danach habe sich hinter ihm ein Stau gebildet. Ein Verkehrsteilnehmer sei ausgestiegen und zu ihm gelaufen. Kurz darauf sei der 34-Jährige weitergefahren und in verkehrter Richtung auf die Autobahn gebogen.

Dort krachte der Kleinlastwagen in zwei Autos. In dem einen kamen drei Menschen aus den Niederlanden ums Leben, in dem anderen erlitten vier Frauen aus dem Kreis Groß-Gerau leichte Verletzungen. Zunächst hatte die Polizei berichtet, der 34-Jährige habe wegen eines Staus vor ihm auf der Autobahn gewendet. Bei den drei niederländischen Todesopfern des Falschfahrer-Unfalls bei Rüsselsheim handelt es sich um Verwandte.

(L'essentiel/dpa)

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