DFB-Sportgericht – «Geisterspiel» für St. Pauli

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DFB-Sportgericht«Geisterspiel» für St. Pauli

Wegen des Becherwurfs auf einen Schiedrichter-Assistenten müssen die Hamburger das nächste Heimspiel gegen Werder Bremen ohne Zuschauer austragen.

Schiedsrichter Deniz Aytekin (5.v.l) und seine Linienrichter Thorsten Schiffner (4.v.r) und Holger Henschel (3.v.l) sprechen nach dem Spielabbruch am 28. Spieltag mit den Spielern.

Schiedsrichter Deniz Aytekin (5.v.l) und seine Linienrichter Thorsten Schiffner (4.v.r) und Holger Henschel (3.v.l) sprechen nach dem Spielabbruch am 28. Spieltag mit den Spielern.

DPA

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestätigte am Freitag den Antrag des DFB- Kontrollausschusses. In der Partie gegen den FC Schalke 04 am vorigen Freitag, die 2:0 für Schalke gewertet wurde, war der Schiedsrichter-Assistent von einem aus dem St.-Pauli-Fanblock geworfenen Bierbecher im Nacken getroffen worden.

Erstes «Geisterspiel» in der Geschichte der 1. Liga

Der Kiez-Club kann bis Montag gegen das Urteil Einspruch einlegen und eine mündliche Verhandlung beantragen.
«Die Verursachung eines Spielabbruchs stellt einen schweren Eingriff in das Spielgeschehen und den Wettbewerb dar und kann nur mit einer konsequenten Sanktion geahndet werden», begründete der Sportgerichtsvorsitzende Hans E. Lorenz das harte Durchgreifen des Verbandes am Freitag.

Die Sanktion sei auch aus generalpräventiven Gesichtspunkten erforderlich und solle künftigen Rechtsverletzungen vorbeugen, erklärte Lorenz weiter. Damit ist das erste «Geisterspiel» in der Geschichte der 1. Liga perfekt. Den abstiegsgefährdeten FC St. Pauli erwartet nun eine Einbuße von rund 750 000 Euro, da das Nord- Derby gegen die Bremer mit rund 24 400 Zuschauern ausverkauft war.

L'essentiel Online /

(dpa)

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