Lombardei – Geisterzug entgleist bei Mailand

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LombardeiGeisterzug entgleist bei Mailand

In der Nähe von Mailand ist am Mittwoch ein Zug entgleist. Beim Unglück wurde eine Personen verletzt.

19.08.2020, Italien, Carnate: Ein Polizist arbeitet am Unfallort eines eingleisten Zuges. Bei dem Zugungl�ck sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie die italienischen Beh�rden berichteten, entgleiste ein Regionalzug am Mittag nahe der Station Carnate-Usmate. Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

19.08.2020, Italien, Carnate: Ein Polizist arbeitet am Unfallort eines eingleisten Zuges. Bei dem Zugungl�ck sind mehrere Menschen verletzt worden. Wie die italienischen Beh�rden berichteten, entgleiste ein Regionalzug am Mittag nahe der Station Carnate-Usmate. Foto: Claudio Furlan/LaPresse via ZUMA Press/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Claudio Furlan

Ein Regionalzug ist in Norditalien mehrere Kilometer ohne Personal gefahren und nach Angaben der Bahngesellschaft dann mit nur einem Passagier an Bord entgleist. Der Fahrgast habe bei dem Unfall am Mittwochmittag nahe der Station Carnate-Usmate, rund 30 Kilometer nördlich von Mailand, Prellungen erlitten, berichteten die Behörden.

«Aus noch zu ermittelnden Gründen fuhr der Zug 10776 vom Bahnhof Paderno ohne Personal an Bord (Zugführer und Zugbegleiter) ab», schrieb die Eisenbahngesellschaft Trenord aus der Lombardei. Die Sicherheitssysteme seien sofort in Betrieb genommen worden, um den außer Kontrolle geratenen Zug zu stoppen. Er sei auf ein Gleis im Bahnhof Carnate geleitet worden. Medien zufolge war es ein Sackgleis.

Geisterzug ohne Personal

Die Tageszeitung La Repubblica» schrieb, der Fahrer und der Schaffner seien in Paderno d'Adda ausgestiegen, um Pause zu machen, was eine Trenord-Sprecherin aber nicht bestätigte. Andere Medien berichteten, beide hätten leichte Blessuren erlitten, als sie versuchten, dem Zug nachzulaufen. Es habe am Bahnhof ein Gefälle gegeben.

Trenord kündigte eine interne Untersuchung des Vorfalls an. Die Staatsanwaltschaft von Monza leitete eine Ermittlung wegen Verdachts auf Verschulden einer Zugkatastrophe ein, wie die Nachrichtenagentur Ansa schrieb.

Die Behörden und Bahngesellschaft hatten am Mittag zunächst von drei Menschen im Zug gesprochen, auch das Personal sei an Bord gewesen. Auf Bildern aus Carnate war zu sehen, dass mehrere Wagen aus den Gleisen gesprungen waren. Ein Zugteil hatte sich quer gestellt.

(L'essentiel/SDA)

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