Geschäftsmann in Luxemburg – Gekidnappt, ausgeraubt, nach Paris entführt
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Geschäftsmann in LuxemburgGekidnappt, ausgeraubt, nach Paris entführt

LUXEMBURG – Gekidnappt, ausgeraubt und bis nach Paris entführt haben zwei Männer einen luxemburgischen Geschäftsmann vor einer Woche. Die Suche nach den Gangstern läuft.

Die Entführung eines luxemburgischen Geschäftsmanns bis nach Paris und der Raub von Juwelen in großem Stil stellen die Ermittler in Luxemburg und Frankreich vor ein Rätsel: Bereits vor einer guten Woche war ein Geschäftsmann gekidnappt, ausgeraubt und nach Paris verschleppt worden, wo die Täter den Mann nach fast 24 Stunden laufen ließen.

Nun bitten die Ermittler die Bevölkerung um Mithilfe und veröffentlichen in diesem Zuge ihre bisherigen Erkenntnisse über die spektakuläre Tat: Alles begann mit einem Hausbesuch beim Opfer am Mittwoch, 12. Dezember, in der Montée St. Crépin in Luxemburg. Die Täter hatten sich als Schmuckkäufer ausgegeben. Kaum hatte das Opfer die Haustür geöffnet, überfielen die beiden Männer laut Polizeibericht den Geschäftsmann, fesselten ihn und stahlen einige 100 000 Euro Bargeld.

Uhren im Wert von 1,2 Millionen Euro erpresst

Die Männer erpressten den Geschäftsmann und ließen diesen in seinem Namen einen Termin bei einer Treuhandgesellschaft vereinbaren. Das Opfer sollte vorgeben, wertvolle Juwelen kaufen zu wollen, verschiedene Schmuckhändler wurden zu dem Termin eingeladen. Bevor das Treffen zum Schmuckhandel stattfand sollen die Täter mit zwei Fahrzeugen des Opfers, darunter ein schwarzer Porsche, durch die Hauptstadt, das Viertel Eich sowie durch Bereldingen gefahren sein. Am Donnerstag, 13. Dezember soll dann gegen 17 Uhr das Treffen mit den Schmuckhändlern stattgefunden haben.

«Mit Androhung von Waffengewalt» sollen die beiden Täter dann mehrere Uhren im Wert von 1,2 Millionen Euro erpresst haben, bevor sie mit ihrer Geisel in einem Sportwagen flüchteten. Auf der Flucht könnten die Gangster mehrere parkende Autos auf dem Platz Dargent in Eich sowie auf dem Boulevard Royal beschädigt haben. Am Rousegäertchen sollen sie dann einen Stopp eingelegt haben, um ihre Beute sowie die Geisel in einen anderen Wagen verladen haben. Dann flüchteten sie über die Autobahn bis nach Paris, wo sie den Geschäftsmann aus Luxemburg laufen ließen.

Über die mutmaßlichen Täter oder den Stand der Ermittlungen können weder die Kriminalpolizei in Luxemburg, noch die Staatsanwaltschaft noch die Pariser Ermittler auf Anfrage von «L’essentiel Online» nähere Angaben machen. Ähnliche Fälle von Kidnapping sind demnach in Luxemburg noch nicht vorgekommen, abgesehen von der «Entführung der Frau eines Geschäftsmanns vor 7 oder 8 Jahren».

(JMH/L'essentiel Online)

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