Hilfen für Sanierung – Geld vom Staat gegen Fluglärm im Wohnzimmer
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Hilfen für SanierungGeld vom Staat gegen Fluglärm im Wohnzimmer

LUXEMBURG – Wer direkt in der Einflussschneise des Findel wohnt, bekommt ab 1. Mai staatliche Unterstützung bei der Schallsanierung.

Die Karte zeigt, wo der Fluglärm am größten ist.

Die Karte zeigt, wo der Fluglärm am größten ist.

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360 Häuser liegen in Luxemburg-Stadt direkt in der Einflugschneise des Flughafens. Für die Bewohner gibt es nach jahrelanger Wartezeit nun einen Zuschuss für die Schallisolierung. Ab dem 1. Mai können Wohnungsbesitzer diese beantragen. Das Nachhaltigkeitsministerium stellt für die Hilfen sechs Millionen Euro für die Sanierung zur Verfügung, wie Minister Marco Schank am Donnerstag erklärte.

Bis zu 12‘500 Euro für ein Einfamilienhaus und 6‘250 Euro für eine Wohnung können Immobilienbesitzer beantragen. Diese Hilfen laufen laut einer früheren Bekanntmachung bis ins Jahr 2022. Sie müssen allerdings beweisen, dass ihr Gebäude in einer Zone liegt, in der Fluglärm von über 70 Dezibel gemessen werden kann. Dazu wird eine Lärmkarte genutzt, die im Jahr 2006 erstellt worden ist. Zudem gelten die Subventionen nur für Altbauten, die vor dem Jahr 1986 erbaut worden sind.

Die Anwohner fordern seit jeher zusätzlich zu den Subventionen ein strenges Nachtflugverbot. Pro Nacht landen im Schnitt drei Flugzeuge zwischen 23 und 6 Uhr und damit außerhalb der zugelassenen Uhrzeiten. Die Frachtfluggesellschaft Cargolux hatte vor einigen Monaten eine Ausweitung der Flugzeiten gefordert. Minister Schank wollte sich zu dem Thema am Donnerstag nicht äußern.

(L'essentiel Online)

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