In Luxemburg – Gemeinden weisen bebautes Land zu spät aus

Publiziert

In LuxemburgGemeinden weisen bebautes Land zu spät aus

LUXEMBURG – So mancher Häuslebauer zahlt eine höhere Grundsteuer, weil die Gemeinden bei der Umklassierung von «Bauland» in «bebautes Grundstück» nicht nachkommen.

Eigentlich ist die Deklarierung der Grundstücke von der Gemeinde zum 1. Januar des neuen Jahres vorzunehmen. Das gilt für Häuser, die im Vorjahr fertig wurden.

Eigentlich ist die Deklarierung der Grundstücke von der Gemeinde zum 1. Januar des neuen Jahres vorzunehmen. Das gilt für Häuser, die im Vorjahr fertig wurden.

DPA

Das Haus ist längst fertig gebaut, aber die Grundsteuer ist immer noch die alte. Und unter Umständen noch höher, als sie es eigentlich sein müsste. So mancher Häuslebauer zahlt in Luxemburg eine höhere Grundsteuer, weil die Gemeinden bei der Umklassierung von «Bauland» in «bebautes Grundstück» nicht nachkommen. Ähnlich sieht es bei einigen Verkäufen aus. Auf die Probleme weist der CSV-Abgeordnete Marc Lies in einer parlamentarischen Anfrage hin.

Eigentlich ist die Deklarierung der Grundstücke von der Gemeinde zum 1. Januar des neuen Jahres vorzunehmen. Das gilt für alle Häuser, die im Vorjahr fertig gebaut wurden. Eigentlich.

Mehr Personal

Finanzminister Pierre Gramegna erklärt in seiner Antwort am Mittwoch allerdings, dass damit viele Gemeinden hinterherhängen: Für das Jahr 2014 hatten bis zum 9. Dezember 2015 elf Gemeinden gar keine Bescheide eingereicht, 35 hatten Verspätung, zwei Gemeinden haben seit dem Jahr nur unzureichende Bescheide vorgelegt. Dabei benötigt die Abteilung Gebäudebewertung die Schriftstücke, um die Gebäude zu schätzen und die neue Grundsteuer festzulegen.

Der Bescheid dient Bürgern auch als Nachweis bei der Gemeinde, um zu viel bezahlte Grundsteuer zurückerstattet zu bekommen. Einen Trost haben Häuslebauer aber: Das Personal in der Steuerverwaltung wird nach Angaben des Ministers gerade verstärkt. Damit sollte es dann schneller gehen.

(L'essentiel)

Deine Meinung