UN-Chef António Guterres: Geopolitische «Geiselhaft» lähmt weltweiten Fortschritt

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UN-Chef António GuterresGeopolitische «Geiselhaft» lähmt weltweiten Fortschritt

Die Vereinten Nationen sind zur 77. Generalversammlung zusammengetreten. António Guterres eröffnete die Versammlung am Dienstag.

Peking,
Bildtext: Antonio Guterres, the U.N. High Commissioner for Refugees, gestures as he speaks at a news conference in Beijing March 23, 2006. The head of the United Nations refugee agency expressed objections to China's deportation of North Korean migrants and urged Beijing on Thursday to establish a legal system that allows them to seek asylum. REUTERS/Jason Lee

Die 77. UN-Vollversammlung hat am heutigen Dienstag begonnen.

REUTERS

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Weltgemeinschaft trotz Russlands Krieg in der Ukraine zu mehr Engagement bei Jahrhundertthemen wie der Klimakrise aufgerufen. «Die internationale Gemeinschaft ist nicht bereit oder willens, die großen dramatischen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen», sagte Guterres am Dienstag zum Auftakt der 77. Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Viele Krisen wie drohende Hungersnöte und Konflikte in Mali, Libyen oder Syrien bedrohten die Zukunft der Menschheit und das Schicksal des Planeten. «Fortschritte bei all diesen Themen und mehr werden von geopolitischen Spannungen in Geiselhaft genommen. Unsere Welt ist in Gefahr – und gelähmt», so Guterres.

So seien am Horn von Afrika durch eine beispiellose Dürre das Leben und die Lebensgrundlagen von 22 Millionen Menschen bedroht. Die «kolossale globale Dysfunktion» könne nicht von einigen wenigen Ländern, sondern nur von allen Ländern zusammen gelöst werden. «Wir brauchen eine Koalition der Welt».

(dpa )

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